Sommercamp 2020

Live berichtet vom Online Sommercamp 2020
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Sommercamp mit Zeichnung und Trommeleinlage beendet
Zeichnung von Marleen Soetandi zum Abschluss des Sommercamps mit vielen gut getroffenen Details der Veranstaltung
Zeichnung von Marleen Soetandi zum Abschluss des Sommercamps mit vielen gut getroffenen Details der Veranstaltung   Bild: Marleen Soetandi
Mit der Vorstellung einer von der Sommercamp-Teilnehmerin Marleen Soetandi extra für's Sommercamp erstellten Zeichnung und einer Trommeleinlage von Uwe Wipyor ging heute Abend das Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen zu Ende. Zuvor gab es noch eine virtuelle Wanderung durch das am 5. Juni gestartete andere kreativ und online durchgeführte Sommercamp und musikalische Einlagen.

Als das sonst in Duderstadt oder in Grad durchgeführte Sommercamp coronabedingt am 5. Juni an den Start ging, hatten nicht nur viele Teilnehmer*innen, sondern auch die Sommercamp-Koordinatorin Susanne Göbel noch viele Fragezeichen auf der Stirn und in den Augen, ob und wie es gelingen kann, eine Präsenzveranstaltung mit 120 Teilnehmer*innen anders durchzuführen. Nachdem sich die Organisator*innen und Teilnehmer*innen jedoch mit der Technik vertraut gemacht hatten und Kreativität die Skepsis ersetzte, nahm das Sommercamp sehr schnell an Fahrt und neuen Formen des Zusammenwirkens und -arbeitens auf.

Herausgekommen sind insgesamt 118 Aktivitäten und Veranstaltungen, die in den letzten beiden Monaten durchgeführt wurden. Darunter waren allein 82 Veranstaltungen, die per Zoomkonferenz durchgeführt wurden. Solche Online-Veranstaltungen, die vor einem Jahr noch weitgehend undenkbar gewesen wären, wurde von den Sommercamp-Teilnehmer*innen immer wieder rege und zahlreich angenommen. Dabei ging es einerseits um viele behindertenpolitische Fragen, die natürlich einen Schwerpunkt des Sommercamps bildeten, wie eine Veranstaltungsreihe zur Behindertenbewegung, Diskussionen zu den Auswirkungen von Corona oder über die inklusive Gestaltung von Kommunen bis zum Bundesteilhabegesetz. Andererseits glänzte das Sommercamp durch eine kaum zu überbietende Vielfalt vom Backen, Kochen und Lecker Essen, über sportliche Aktivitäten und Ausflüge in die Natur und den Sozialraum, Würfelwettbewerbe, Mandala-Malen und kulturelle Highlights wie Führungen durch Ausstellungen per Zoomkonferenz und Lesungen aus Büchern. Es gab sogar einen erotischen Galerierundgang beim diesjährigen Sommercamp. Die happy hour durfte dieses Mal natürlich auch nicht fehlen. Selbst die Idee der Sommercamp-Olympiade der Kuscheltiere wurde mit viel Spaß und noch größerem Engagement der einzelnen Athlet*innen umgesetzt. Und: vieles mehr wäre noch möglich gewesen, wie Angebote zeigen, für die am Ende leider keine Zeit mehr waren. Denn irgendwann musste auch dieses Sommercamp enden, wie Susanne Göbel wehmütig, aber auch etwas geschafft betont. Denn während den letzten zwei Monaten gab es für sie und viele andere kaum einen freien Tag, da auch an Wochenenden Veranstaltungen stattfanden.

"Ihr seid ja verrückt, warum habt ihr das Sommercamp über 67 Tage lang durchgeführt, während es sonst nur sechs Tage lang dauert", war eine häufig gestellte Frage von Außenstehenden, wenn die Sommercamp-Koordinator*innen von den vielen Aktivitäten erzählten. "Nachdem wir das OK von der Aktion Mensch hatten, dass das Sommercamp auch unterstützt wird, wenn es virtuell statt als Präsenzveranstaltung stattfindet, wollten wir schnell loslegen. Denn wir hatten ja mitbekommen, wie schwer gerade für viele behinderte Menschen die Zeit der Isolation in der Corona-Pandemie war und ist. Deshalb wollten wir nicht bis zum 3. August warten, wo das Sommercamp normalerweise beginnen sollte, sondern haben am 2. Juni mit ersten Technikschulungen und am 5. Juni mit der Eröffnungsveranstaltung des Sommercamps begonnen. So anstrengend das zuweilen auch war, so spannend und wichtig war es, dass wir immer wieder testen und zeigen konnten, wie man auch in herausfordernden Zeiten zusammen etwas unternehmen und bewegen kann. Auch wenn das über Telefon, WhatsApp oder Zoom erfolgen musste", berichtet Susanne Göbel. "Wir wollten damit auch Ideen entwickeln und zeigen was geht, damit behinderte und ältere Menschen zukünftig im weiteren Verlauf der Corona-Pandemie mehr Kontakte pflegen und aktiv sein können."

Begleitet wurde das Sommercamp durch die Berichterstattung im Liveblog, der in Kooperation mit den kobinet-nachrichten betrieben wurde und in dem über die Aktivitäten während des Sommercamps 2020 berichtet wurde.
Ottmar Miles-Paul
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Gefüllte vegetarische Paprika beim gemeinsamen Mittagessen
Am letzten Tag des Sommercamps trafen sich einige Sommercamp-Teilnehmer*innen noch einmal zu einem gemeinsamen Zoom-Mittagessen und plauderten über leckeres Essen und viele andere Dinge. Normalerweise wären sie sich in dieser Woche im Speisesaal des Jugendgästehauses in Duderstadt begegnet, wo das Sommercamp stattfinden würden, wenn da nicht die Corona-Pandemie wäre. So wurde eben mit Karolin Rixecker und Annette Bourdon am heimischen Herd per Telefonchat gekocht und anschließend mit den beiden über Zoom gegessen.
Ottmar Miles-Paul
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Sommercamp-Quiz zur UN-Behindertenrechtskonvention
Wann trat die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland in Kraft? Wann wurde der erste Aktionsplan eines deutschen Bundeslandes vorgestellt? Diese und viele weitere Fragen diskutierte Uwe Wipyor am vorletzten Tag des Sommercamps mit den Teilnehmer*innen. Dabei wurde deutlich, dass die schon seit über elf Jahren in Deutschland gültige UN-Behindertenrechtskonvention nicht nur eine spannende Geschichte, sondern auch viele wichtige Inhalte hat, die für unsere Gesellschaft wichtig sind.

Für Uwe Wipyor ist dabei vor allem die menschenrechtliche Sicht in der Konvention von zentraler Bedeutung. Denn diese stelle eine entscheidende Weiterentwicklung der Behindertenpolitik dar. Deshalb sei es wichtig, dass wir gegen Menschenrechtsverletzungen vorgehen und die Selbstbestimmung und Gleichstellung behinderter Menschen immer wieder einfordern. Gerade in Corona-Zeiten sei dies wichtiger denn je.
Ottmar Miles-Paul
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Noch viel mehr Poster von Kassandra Ruhm
Auch bei ihrer vierten und letzten Führung durch ihre Posterausstellung "bunt ist schöner" beeindruckte Kassandra Ruhm die Sommercamp-Teilnehmer*innen mit ihren Beschreibungen und Hintergrundinformationen in Sachen Vielfalt. Engagiert stellte sie wieder einige Poster vor. Würde das Sommercamp nun nicht zu Ende gehen, könnten wir bestimmt noch einige weitere Führungen durch diese vielfältige und bunte Ausstellung machen. Aber man kann sich die Bilder ja auch noch auf ihrer Internetseite anschauen.

Ottmar Miles-Paul
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Fernsehtipp zur Persönlichen Assistenz
"Keine Assistenz: Warum Menschen mit Behinderungen oft an der Bürokratie scheitern", so lautet der Titel eines Beitrags, der heute Abend, 5. August ab 20:15 im MDR-Fernsehmagazin Exakt ausgestrahlt wird. Darauf hat Jens Merkel aus dem sächsischen Grimma bei der gestrigen Veranstaltung zur Persönlichen Assistenz beim Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen hingewiesen.

Jenny Bießmann von der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstelle des Berliner Vereins aktiv und selbstbestimmt (akse) brachte es bei ihrer gestrigen Informationationsveranstaltung zur den Herausforderungen und Chancen bei der Persönlichen Assistenz am Schluss auf den Punkt: "Wir haben viele gute Beispiele mit der Persönlichen Assistenz. Wir müssen aber noch viel Öffentlichkeitsarbeit machen, damit dies auch überall möglich ist". Da passte der Hinweis von Jens Merkel aus Grimma auf den Fernsehbeitrag zur Persönlichen Assistenz gut, der heute Abend im MDR ausgestrahlt wird und die Probleme aufzeigt, die sich in Sachsen für Assistenznutzer*innen und daran Interessierten immer wieder mit den Behörden auftun.

Ottmar Miles-Paul
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Kellerkinder laden zum Nachtcafé ein
"Kellerkinder treffen Sommercamp!" Unter diesem Motto laden die Kellerkinder heute am 5. August ab 19:00 Uhr die Sommercamp-Teilnehmer*innen ins Nachtcafé der Kellerkinder ein. Das Nachtcafé findet jeden Mittwoch statt. 
Hier tauschen sich Aktivist*innen aus, planen Aktionen und haben einfach Spaß. "In diesem Nachtcafé zeigen wir per Video einen kleinen Ausschnitt aus unseren Aktionen, unseren Wünschen und Zielen", heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung.
Ottmar Miles-Paul
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Wie siehst du die Lust?
Wie siehst du die Lust? Um diese Frage geht es heute am 5. August ab 18:00 Uhr in der Rubrik Kunst und Kultur beim Sommercamp. Einen erotischen Galerie-Rundgang bieten Franziska Appel und Jennifer Sonntag zu diesem Thema den Sommercamp-Teilnehmer*innen an.
Ottmar Miles-Paul
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Tierisch gut - was wir von Pferden lernen können
Was wir von Pferden lernen können, darum geht es heute am 5. August bei der Veranstaltung des Sommercamps um 16:00 Uhr. Tina Jahns berichtet dabei über ihre Erfahrungen und ihre Arbeit mit Pferden. Sie ist von der Stadt auf's Land gezogen, um sich einen Traum zu verwirklichen - nämlich mit Pferden und Menschen zu arbeiten.


Ottmar Miles-Paul
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Türen für Assistenz im Krankenhaus öffnen sich langsam
Jenny Bießmann von der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung des Berliner Vereins aktiv und selbstbestimmt (akse) berichtete am 4. August über verschiedene Aktivitäten zur Persönlichen Assistenz und hatte Tipps und Tricks parat, wie mehr Selbstbestimmung für behinderte Menschen mit Assistenzbedarf erreicht werden kann. Dabei wies sie darauf hin, dass in Berlin mittlerweile auch die Assistenz im Krankenhaus möglich ist, wenn die Assistenzkräfte bei Assistenzdiensten angestellt sind, also nicht wie sonst in der Republik im Arbeitgebermodell beschäftigt sein müssen. Dieser Erfolg konnte in den Rahmenvertragsverhandlungen zum Bundesteilhabegeseetz verankert werden.

In anderen Teilen der Republik ist dies in der Regel für behinderte Menschen nicht möglich, wenn sie ihre Assistenz von Assistenzdiensten erhalten, wenn es keine besondere Kulanz der Kostenträger gibt. Ines Silbermann aus Freiberg wies jedoch auf ein Urteil hin, bei dem es gelungen ist, dass die Assistenz doch im Krankenhaus finanziert wird, auch wenn diese nicht im Rahmen des Arbeitgebermodells beschäftigt wird.

Ottmar Miles-Paul
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Ausgezeichnete Kuscheltier-Athlet*innen
Auch wenn bei den bisher 110 durchgeführten Aktivitäten und Veranstaltungen des Sommercamps für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen viele ernste und für behinderte Menschen wichtige Themen behandelt und diskutiert wurden, kommt der Spaß bei dem kreativ und online durchgeführten Sommercamp nicht zu kurz. Bei der per Zoomkonferenz durchgeführten happy hour wurden gestern am 4. August beispielsweise die Athlet*innen, die an der Sommercamp-Olympiade der Kuscheltiere teilgenommen haben, vorgestellt und ausgezeichnet.

Collage der ausgezeichneten Kuscheltiere: Krümmelmonster, Eulalia, Miss Woelke und Mister Pinguinen, Rossi und Hasi
Collage der ausgezeichneten Kuscheltiere: Krümmelmonster, Eulalia, Miss Woelke und Mister Pinguinen, Rossi und Hasi   Bild: Susanne Göbel
Ottmar Miles-Paul
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Persönliche Assistenz: Herausforderungen und Chancen
"Persönlicher Assistenz – Herausforderungen und Chancen", so lautet der Titel der Zoomveranstaltung, die heute am 4. August im Rahmen des Sommercamps von 16:00 bis 17:00 Uhr stattfindet. Dabei gibt es Informationen von Jenny Bießmann und eine Diskussion über die Erfahrungen der Teilnehmer*innen.
Ottmar Miles-Paul
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13 Athlet*innen bei Sommercamp-Olympiade der Kuscheltiere
Am 23. Juli wurde sie von der Schriftstellerin Anke Glasmacher eröffnet, heute am 4. August werden sie ausgezeichnet. Die Rede ist von der Sommercamp-Olympiade der Kuscheltiere, die heute am 4. August bei der happy hour des Sommercamps ihren Abschluss findet. Insgesamt sind 13 Athlet*innen mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten in verschiedenen Disziplinen angetreten. Der siebenjährige Gero Spilker wird einige von ihnen als Juror besonders würdigen. Im folgenden stellen wir die 13 Kuscheltiere in alphabetischer Reihenfolge vor, die zur Sommercamp-Olympiade der Kuscheltiere angetreten sind.
Eulalia
Eulalia in der Natur
Eulalia in der Natur   Bild: Ellen Keune
Das ist Eulalia von Ellen. Eulalia ist sehr klug, sehr weise und sehr geduldig. Sie ist das geduldigste Kuscheltier der Welt. Auch wenn sie sich hier in ihrer Freizeit in der Natur präsentiert, thront sie normalerweise hoch oben im obersten Regalbrett des Büros der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstelle. Sie kann dort sehr gut zuhören, hat oft sehr weise und kluge Worte parat und berät daher außerordentlich gut, weil sie von oben den besten Überblick hat. Sie wurde von Ellens liebem Kollegen gehäkelt.

Eulalia tritt im Würfelwettbewerb an.

Sie braucht etwas Assistenz, was ihr selbstverständlich gewährt wird.

Froschi
Froschi auf seinen verschiedenen Reisen
Froschi auf seinen verschiedenen Reisen   Bild: Kerstin Wöbbeking
Das ist Froschi von Kerstin und Andreas. Lübbeckes bester Reisebegleiter-Froschi begleitet Andreas und Kerstin auf ihren Reisen und lässt sich gerne von Kerstin fotografieren. Bei seiner Nominierung für die Sommercamp-Olympiade der Kuscheltiere war Froschi gerade unterwegs nach Enschede in den Niederlanden.

Froschi tritt beim Radfahren an.

Hasi
Hasi mit seinen langen Ohren
Hasi mit seinen langen Ohren   Bild: Nicola Salditt
Das ist Hasi von Nicola. Hasi ist 40 Jahre und damit genau so alt wie Nicola. Hasi begleitet Nicola schon ihr ganzes Leben lang und kann viele Kunststücke, die er bei der happy hour des Sommercamps gerne vorführt. Hasi hatte einmal einen Unfall, wo er ein Auge verloren hatte, das aber mit einem chirurgischen Eingriff wieder angenäht werden konnte. Hasi kann mit seinen großen langen Ohren ganz tolle Saltos in der Luft schlagen und kann damit auch fliegen. Bei der happy hour will er sich auch im Strohhalmtrinken einbringen.

Hasi tritt beim Salto-Fliegen an

Ich bin Ich
Ich bin Ich mit einem Ä und mit Stiften auf einem Bild
Ich bin Ich mit einem Ä und mit Stiften auf einem Bild   Bild: Susanne Göbel
Das ist das ICH BIN ICH mit dem Ä von Susanne, das sich selbst vorstellt:

Darf ich mich vorstellen: Ich bin das ICH BIN ICH mit dem Buchstaben Ä und gehöre seit 15 Jahren zu Susanne. Ich liebe es bunt, so wie Susanne. Für meinen Fototermin sitze ich heute einmal auf diesem sehr bunten Bild und schaue auf viele Buntstifte. Susanne hat mich gebastelt und jedes Stück Stoff an mir hat eine Bedeutung für sie. Den Stoff meines Kopfes hat sie zum Beispiel vor ungefähr 28 Jahren in Oregon in den USA selbst gewoben. Ich erinnere sie immer wieder an tolle Zeiten in ihrem Leben. Und ich erinnere Susanne auch daran, dass es gut ist, so zu sein, wie frau oder man ist. Das ist übrigens auch meine größte Fähigkeit: ICH BIN ICH, egal wie ungewöhnlich und pummelig ich vielleicht aussehe.

Deshalb trete ich bei der Sommercamp-Olympiade der Kuscheltiere auch in dem Wettbewerb "Ich bin ..." an!

Krümelmonster
Krümelmonster mit vielen großen Keksen beim Frühstückstraining
Krümelmonster mit vielen großen Keksen beim Frühstückstraining   Bild: omp
Das ist das Krümelmonster von Ottmar. Es ist ihm 1989 in den USA zugelaufen, kam mit ihm nach Deutschland, weil es hier leckerere Kekse gibt. Es zog bei Ottmars Mutter ein, saß dort bis 2015 auf der Sofalehne und futterte sich durch vielerlei Kekssorten. Danach zog es zu Ottmar nach Kassel, wo es ihm nun die Kekse streitig macht und täglich hart trainiert, wie auf dem Bild bei seinen Frühstücksübungen mit den Riesenkeksen zu sehen ist. So präsentiert er sich in Bestform für die Sommercamp-Olympiade der Kuscheltiere. Einen möglichen Gewinn investiert er in den Kauf regional produzierter Kekse.

Krümelmonster tritt natürlich in der Disziplin Kekse-Essen an.

Luci, Lesekäfer
Luci, Lesekäfer inmitten vieler Bücher und eines Tablets
Luci, Lesekäfer inmitten vieler Bücher und eines Tablets   Bild: Marleen
Das ist "Luci Lesekäfer" von Marleen. Die flauschige Marienkäferdame Luci präsentiert sich eingerahmt von einer kleinen Auswahl der Bücher, die Marleen mit ihrer Hilfe bereits gelesen hat, ob nun aus Papier oder digital via Tablet. Luci Lesekäfer steht Marleen bereits seit ihrem 12. Lebensjahr treu zur Seite und übernimmt den Kraftpart als stützende Unterlage für ihre Hand. Mittlerweile hat sie nicht mehr ganz so schwer zu tragen, da Marleen von Druckwerken auf digitale Bücher umsteigen musste. Aber auch wenn sie mit dem Touchpinsel ihr Tablet bedient, steht Luci ihr zuverlässig bei und hört zu, wenn Marleen auf deutsch oder hauptsächlich englisch laut liest, um ihre Aussprache und Atmung zu trainieren.

Luci tritt beim Gewichtheben mit literarischem Hintergrund an.

Miss Woelki
Das Schaf Miss Woelki
Das Schaf Miss Woelki   Bild: Amina Urban
Das ist Miss Woelki von Amina. Das Schaf lebt und trainiert im bayerischen Grafing. Ursprünglich kommt Miss Weolki aus Görlitz.

Miss Woelki hat sich bereits in Vorkämpfen zusammen mit Mister Pinguinen qualifiziert und trägt seine Medaillen mit Stolz.

Miss Woelki startet im Hochsprung

Miss Woelki und Mister Pinguinen mit ihren Medaillen
Miss Woelki und Mister Pinguinen mit ihren Medaillen   Bild: Amina Urban
Mister Pinguinen
Mister Pinguinen
Mister Pinguinen   Bild: Djamila
Das ist Mister Pinguinen von Djamila. Der Pinguin lebt und trainiert im bayerischen Grafing. Er ist ein sehr guter Schwimmer und kam am Karnevalsonntag 2012 auf Djamila in Brühl hinab.

Mister Pinguinen hat sich bereits in Vorkämpfen zusammen mit Miss Woelki qualifiziert und trägt seine Medaillen mit Stolz.

Mister Pinguinen startet im Schwimmwettbewerb 400 m Freistil.

Rasender Rossi
Der Hase Rasender Rossi auf einem kleinen Motorrad
Der Hase Rasender Rossi auf einem kleinen Motorrad   Bild: Ines Silbermann
Das ist der rasende Rossi von Ines Silbermann. Rossi, dessen Name an den Motorrad Champion Valentino Rossi angelehnt ist, ist ein Meister auf seiner Maschine. Mit Überholmanövern im Rennen arbeitet er sich an die Spitze - wie ein heißes Messer, das durch die Butter schneidet. Wie verwachsen ist er mit dem Motorrad, so legt er es galant in die Kurven und Überholmanöver. Und sieht dazu noch gut aus.

Der rasende Rossi tritt beim Motoradrennen an.

Rossi, der Krankenhausbeschützer
Das Nilpferd Rossi, der Krankenhausbeschützer
Das Nilpferd Rossi, der Krankenhausbeschützer   Bild: Denise Schäfer

Das ist Rossi, der Krankenhausbeschützer von Denise. Das Nilpferd ist der Krankenhausglücksbringer, den Denise bei ihrem ersten Krankenhausaufenthalt in Hamburg von den Krankenschwestern geschenkt bekommen hat. Seither ist Rossi dabei, wenn Denise ins Krankenhaus kommt und liegt auch immer schön brav bei ihr im Bett.

Rossi tritt als Glücksbringer und Krankenhausbeschützer an.

Sally
Der Plüschhase Sally auf einem Tastmodell
Der Plüschhase Sally auf einem Tastmodell   Bild: Kathrin Auer
Das ist Sally von Kathrin Auer. Sie ist ein ganz besonderer Plüschhase: sie liebt Reisen und Kultur und macht gerne Museums-Marathons. Besonders gern, wenn es, wie hier in der Ausgrabung eines römischen Hauses in Corseul (Bretagne), schöne Tastmodelle für Menschen mit Sehbehinderung gibt.

Sally tritt beim Museums-Marathon an.

Schildi, die Kuschelschildkröte
Schildi, die Kuschelschildkröte
Schildi, die Kuschelschildkröte   Bild: Netti
Das ist Schildi von Netti. Diese Kuschel-Schildkröte kann besonders gut Schwimmen und Tauchen.
Mandala mit einer Schildi drin von Netti
Mandala mit einer Schildi drin von Netti   Bild: Netti
Die Kreativität und künstlerischen Fähigkeiten von Schildi zeigen sich aber auch daran, dass es Schildi während des Sommercamps gelungen ist, sich in ein Mandala von Netti hinein zu schwimmen.

Schildi tritt beim Schwimmwettbewerb 100 m Freistil an.
Susanne und Ottmar
Der Bär Susanne und Ottmar
Der Bär Susanne und Ottmar   Bild: Petra Groß

Das ist der Bär von Petra, den sie von einem guten Kumpel geschenkt bekommen hat und dem sie zwei Namen gegeben hat - Susanne und Ottmar. Der Bär ist ein sehr guter Aufpasser, dass keine Einbrecher reinkommen. Er kann also Petra gut beschützen und ist zudem sehr knuddelig. Er kann sich auch an die Tür hängen, so dass keiner sie stört, was Petra richtig toll an dem Bären findet.

Der Bär Susanne und Ottmar tritt in der Wachmannschaft für die Sommercamp-Olympiade der Kuscheltiere zum Wettbewerb des besten Wächters an

Ottmar Miles-Paul
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Dann mal Prost
Die letzten Tage des Sommercamps sind eingeleitet und bald heißt es Abschied nehmen. Doch zuvor stehen noch wichtige Herausforderungen an, so die happy hour, die heute am 4. August im Rahmen des Sommercamps stattfindet. Und wenn die happy hour auf die Sommercamp-Aktion der Woche mit dem vielsagenden Titel "Prost" trifft, dann muss man dafür gewappnet sein. Bei der happy hour wird also heute mit verschiedensten Getränken auf uns alle angestoßen. Und schließlich werden dabei auch noch die Athlet*innen der Sommercamp-Olympiade der Kuscheltiere ausgezeichnet.

Für diese Herausforderungen haben sich auch die Sommercamp-Koordinator*innen gerüstet, wie das Bild zeigt. Eierlikör, Sekt, Baileys, Chips und Süßkram wurden bereits eingekauft und eine gute Cola-light als antialkoholische Alternative steht auch schon bereit.
Bild von den im Text beschriebenen Leckereien
Bild von den im Text beschriebenen Leckereien   Bild: omp
Ottmar Miles-Paul
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Eine inklusive Kommune ist möglich
"Kommune inklusiv", so lautet der Titel einer Zoomveranstaltung, die gestern im Rahmen des Sommercamps für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen stattfand. Erfahrungen aus den von der Aktion Mensch geförderten Projekten in Modellkommunen machen Hoffnung, dass Inklusion bei guter Planung, Vernetzung, Partizipation und Nachhaltigkeit weit über die Grenzen behinderter Menschen hinaus gelingen kann.

Ina Fischer vom Modellprojekt in Erlangen kann bei ihren Aktivititäten auf gute Strukturen in der Gemeinde aufbauen und macht gute Erfahrungen bei der Einbeziehung von gehörlosen und schwerhörigen Menschen. Auch wenn es hier noch viel zu tun gibt, könnten einige Erfolge verzeichnet werden. Vor allem die Zusammenarbeit mit den städtischen Strukturen sei sehr hilfreich und wichtig.

Für Gracia Schade vom Modellprojekt in der Verbandsgemeinde Nieder-Olm bot sich die Zusammenarbeit mit Flüchtlingen an, so dass ein Schwerpunkt des Projektes darauf gelegt wurde. Aber auch Menschen mit Lernschwierigkeiten seien eine wichtige Gruppe,. die sich im neu geschaffenen Bildungstreff stressfrei Wissen und Fähigkeiten aneignen könnten.

Carolina Zibell stellte den Rahmen der von der Aktion Mensch geförderten Modellprojekte in fünf Kommunen vor. Wichtig für das Gelingen sei besonders eine gute Planung zu Beginn. Hier sei vor allem die Vernetzung von zentraler Bedeutung. Ergänzt wurden die Gelingensbedingungen für gute Projekte durch eine gute Partizipation, Empowerment der Betroffenen und die Nachhaltigkeit nach Beendigung der Projekte.

Die Aktion Mensch bietet im Rahmen ihres Internetangebotes zu inklusiven Kommunen ein Praxishandbuch zu inklusiven Kommunen, das im Herbst auch in einer Printversion erscheinen soll. Zudem bietet die Aktion Mensch ein Fortbildungsprogramm, um das know how für das Wirken vor Ort, in Projekten und beim Projektmanagement zu erwerben bzw. zu verbessern.

Link zum Praxishandbuch Inklusion der Aktion Mensch

Das am 5. Juni begonnene Sommercamp endet am 7. August mit einer Abschlussveranstaltung. Diese Woche stehen nun noch 11 Aktivitäten bzw. Veranstaltungen an. Heute geht es u.a. um das Thema Persönliche Assistenz mit Jenny Bießmann. Ab 19:00 Uhr gibt es beim Sommercamp eine happy hour mit der Auszeichnung der Athlet*innen, die bei der Sommercamp-Olympiade der Kuscheltiere teilnehmen.
Ottmar Miles-Paul
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Noch 12 Sommercamp-Veranstaltungen in der letzten Woche
Heute wären eigentlich die über 120 Teilnehmer*innen des Sommercamps für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen in Duderstadt eingetroffen, um bis Samstag, 8. August dort das traditionelle Sommecamp durchzuführen. Corona hat dem einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dafür startete am 5. Juni das andere Sommercamp online und kreativ. Noch bis zum 7. August finden vielfältige Veranstaltungen statt, bevor dann die Abschlussveranstaltung stattfindet. Allein diese Woche stehen noch 12 Veranstaltungen bzw. Aktivitäten auf dem Programm. Diese reichen von einer Zoom-Veranstaltung zu inklusiven Kommunen, über Ausstellungsführungen, das Nachtcafé der Kellerkinder bis zum Kochen. Mit voller Kraft geht es nun also nach knapp zwei Monaten Sommecamp in den Endspurt.
Ottmar Miles-Paul
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Start in die letzte Woche mit Veranstaltung zu inklusiver Kommune
Ein Gespräch mit Carolina Zibell von der Aktion Mensch und Gracia Schade vom Projekt Kommune Inklusiv in der Verbandsgemeinde Nieder-Olm über Erfahrungen und Tipps zur Inklusion in der Kommune bildet den Auftakt der letzten Sommercamp-Woche. Heute am 3. August von 18:00 bis 19:00 Uhr findet die Zoom-Veranstaltung im Rahmen der Sommercamp-Reihe Behidnertenpolitik am Montag unter dem Motto "Kommune Inklusiv".

Kommune Inklusiv ist gleichzeitig der Name von insgesamt fünf Modellprojekten, die von der Aktion Mensch gefördert und begleitet werden. Vor kurzem hat diese Tipps für inklusive Kommunen veröffentlicht, über die heute Abend u.a. beim Sommercamp berichtet und diskutiert wird.
Ottmar Miles-Paul
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Wie finde ich Persönliche Assistenz?
Wie man eine gute Persönliche Assistenz findet, wenn diese bewilligt ist, darum ging es beim Austausch am Samstagnachmittag, 1. August, beim Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen. Die von Ines Silbermann initiierte und von Uwe Frevert unterstützte Veranstaltung diente als Austausch für Erfahrungen mit Persönlicher Assistenz. Nach der Veranstaltung hat Uwe Uwe Frevert folgende Links zur Verfügung gestellt.

Portal zum Thema Assistenz (-börse) von Oliver Straub vorgestellt:

www.assistenztreff.de

Arbeitsvermittlungsbörse von Benjamin Bechtele:

https://de.indeed.com
Ottmar Miles-Paul
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Wie muss eine gute Werkstatt für behinderte Menschen sein?
Um die Frage, wie eine gute Werkstatt für behinderte Menschen sein muss, geht es heute beim Sommercamp. Welche Erfahrungen machen behinderte Menschen in Werkstätten? Und was müsste man ändern, damit Werkstätten ihren Auftrag gut erfüllen? Um diese und andere Fragen geht es im Gespräch mit Stefan Göthling, Geschäftsführer von Mensch zuerst - Netzwerk People First Deutschland heute am 31. Juli von 17:00 bis 18:00 Uhr bei der Zoomkonferenz des Sommercamps.
Ottmar Miles-Paul
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Das Schaf Miss Woelki tritt beim Hochsprung an
Mit Miss Woelki tritt eine weitere Teilnehmerin bei der Sommercamp-Olympiade der Kuscheltiere an. Wir stellen die Athletin kurz vor.
Schaf Miss Woelki
Schaf Miss Woelki   Bild: Amina Urban
Das ist Miss Woelki von Amina. Das Schaf lebt und trainiert im bayerischen Grafing. Ursprünglich kommt Miss Weolki aus Görlitz.

Miss Woelki hat sich bereits in Vorkämpfen zusammen mit Mister Pinguinen qualifiziert und trägt seine Medaillen mit Stolz.
Miss Woelki und Mister Pinguinen mit ihren Medaillen
Miss Woelki und Mister Pinguinen mit ihren Medaillen   Bild: Amina Urban
Miss Woelki startet bei der Sommercamp-Olympiade der Kuscheltiere im Hochsprung.
Ottmar Miles-Paul
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Rege Diskussion bei Veranstaltung zu Corona und Behinderung
Die Sommercmap-Teilnehmer*innen hatten gestern am 30. Juli die Gelegenheit bei einer Veranstaltung des Regionalbüros Regensburg der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Thema Corona und Behinderung dabei zu sein. Bei der Kooperationsveranstaltung wurden die unterschiedlichen Erfahrungen behinderter Menschen während der Corona-Pandemie diskutiert und Perspektiven für die Zukunft aufgezeigt. Nicht barrierefrei zugängliche Informationen, Barrieren, die aufgebaut wurden, fehlende Hilfen für behinderte Menschen sind nur einige Beispiele die genannt wurden. Diese Krise hat sozusagen die Schwächen und Stärken unserer Systeme und einzelner Menschen offengelegt. Während es einige pfiffige Lösungen und Hilfen gab, setzte sich die mangelnde Inklusion und Ausgrenzung behinderter Menschen in der Corona-Krise massiv fort. Eine hörbehinderte Teilnehmerin beschrieb dies so, dass sie sich in die 70er Jahre zurückversetzt sieht.

Nun sollen Erfahrungen behinderter Menschen zusammengestellt und ein Forderungskatalog an die Politik erstellt werden.
Ottmar Miles-Paul
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Lesekäfer Luci tritt bei Sommercamp-Olympiade der Kuscheltiere an
Seit dem 23. Juli sind die Spiele eröffnet, zumindest beim Sommercamp - und zwar die Sommercamp-Olympiade der Kuscheltiere. Die Schriftstellerin Anke Glasmacher hat den ultimativen Startschuss für die Spiele gegeben, so dass seither bei dem Koordinator Ottmar Miles-Paul die Athlet*innen-Nominierungen eintrudeln. Zehn Athlet*innen sind schon gemeldet, weitere wurden bereits angekündigt.

In den folgenden Tagen stellen wir die Athlet*innen vor, die sich in den verschiedenen Disziplinen dem Urteil des  7jährigen Jurors Gero stellen werden. Am 4. August findet ab 19:00 Uhr bei der happy hour des Sommercamps die Auszeichnung statt. Eine sehr früh an den Start gegangene Teilnehmerin ist Luci Lesekäfer.

Lucy Lesekäfer umgeben von vielen Büchern und dem Tablet
Lucy Lesekäfer umgeben von vielen Büchern und dem Tablet   Bild: Marleen
Das ist "Luci Lesekäfer" von Marleen. Die flauschige Marienkäferdame Luci präsentiert sich eingerahmt von einer kleinen Auswahl der Bücher, die Marleen mit ihrer Hilfe bereits gelesen hat, ob nun aus Papier oder digital via Tablet. Sie steht Marleen bereits seit ihrem 12. Lebensjahr treu zur Seite und übernimmt den Kraftpart als stützende Unterlage für ihre Hand. Mittlerweile hat sie nicht mehr ganz so schwer zu tragen, da Marleen von Druckwerken auf digitale Bücher umsteigen musste. Aber auch wenn sie mit dem Touchpinsel ihr Tablet bedient, steht Luci ihr zuverlässig bei und hört zu, wenn Marleen auf deutsch oder hauptsächlich englisch laut liest, um ihre Aussprache und Atmung zu trainieren.

Luci tritt beim Gewichtheben mit literarischem Hintergrund an.

Ottmar Miles-Paul
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Friedrich-Ebert-Stiftung trifft Sommercamp
Die Sommercamp-Teilnehmer*innen können heute, 30. Juli, an einer Veranstaltung des Regionalbüros Regensburg der Friedrich-Ebert-Stiftung teilnehmen. Diese Zusammenarbeit hat Ottmar Miles-Paul angeschoben, der bei der Veranstaltung als Referent mit dabei ist. Das Thema der Veranstaltung, die von 17:30 bis 19:00 Uhr stattfindet, lautet: "Wie Corona Behinderung behindert".

Ottmar Miles-Paul
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Wahrhaftig inklusive Kultur
„Wahrhaftig inklusive Kultur!“: Wie soll das aussehen, was sind bisherige gute/schlechte Erfahrungen, was können wir dafür tun? Was sollten andere – Kulturanbieter wie Theater, Volkshochschulen, Museen - dafür tun? Darum geht es bei der heutigen Sommercamp-Veranstaltung, zu der Karolin Rixecker einläadt. "Ich denke dabei an Menschen mit Behinderung auf beiden Seiten, also als Zuschauer aber auch als Künstler. Aber Kultur kann ja einfach auch nur Freizeit--Beschäftigung sein. Ich freue mich, wenn ihr Lust habt, euch mit mir über dieses Thema auszutauschen – von Erfahrungen zu berichten, gemeinsam Ideen zu entwickeln!" Das schreibt Karolin Rixecker in der Ankündigung der Veranstaltung, die heute, 30. Juli, von 16:00 bis 17:00 Uhr im Rahmen des Sommercamps stattfindet.
Ottmar Miles-Paul
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Unterstützt die Triage-Verfassungsbeschwerde

"Unterstützt bitte unsere Verfassungsbeschwerde zur Triage", so lautet der Appell von Constantin Grosch am Ende der Veranstaltung, die gestern Abend im Rahmen des Sommercamps für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen mit den "jungen Wilden der Behindertenbewegung" per Zoomkonferenz stattfand. "Wir können von AbilityWatch zwar einiges ins Rollen bringen, brauchen dafür aber auch etwas Geld, so auch bei der von uns eingereichten Verfassungsbeschwerde. Wenn viele von euch 10 oder 20 Euro spenden, schaffen wird das", so Constantin Grosch.

Dass die "jungen Wilden" schon einiges geschafft haben, das wurde bei der letzten Veranstaltung zur Behindertenbewegung mit Jenny Bießmann, Nancy Poser, Raul Krauthausen und Constantin Grosch deutlich. Mit einem Mix aus technischem know how bei der Nutzung sozialer Medien, gezielter Öffentlichkeitsarbeit, Beratung der Betroffenen und juristischem know how hat sich AbilityWatch immer wieder in politische Debatten eingemischt und durch kreative Aktionen Flagge gezeigt. Dabei beklagten sie, dass sie in den letzten Jahren immer wieder genötigt wurden, Abwehrkämpfe gegen geplante Kürzungen bzw. Verschlechterungen für die Selbstbestimmung behinderter Menschen zu führen, wie beim Intensivpflegegesetz IPReG. Auch beim Bundesteilhabegesetz habe es gegolten massive Verschlechterungen zu verhindern. Dabei gäbe es noch so viel zu tun, wie beispielsweise der Kampf für die vollständige Abschaffung der Anrechnung des Einkommens und Vermögens beim Bezug von Leistungen.

Aktuell engagieren sich die Aktiven von AbilityWatch u.a. in Sachen Triage, also der Frage, wer Unterstützung bekommt, wenn die Ressourcen knapp werden, was sich in der Corona-Pandemie besonders brisant gezeigt habe und bei einer zweiten Welle drohen könne, wie Beispiele aus anderen Ländern zeigen, wo beispielsweise Krankenhausbetten knapp werden. Um hierzu klare und auf die Gleichstellung abzielende Regelungen zu erreichen, hat AbilityWatch eine Verfassungsbeschwerde eingereicht, für die noch Spenden nötig sind.

Link zu weiteren Infos zur Verfassungsbeschwerde und zum Spendenaufruf, um diese zu unterstützen

Ottmar Miles-Paul
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Junge Wilde heute zu Gast beim Sommercamp
Heute Abend am 29. Juli sind beim Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen "die jungen Wilden der Behindertenbewegung" zu Gast. Die einstündige Zoomkonferenz bietet den Abschluss einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe des Sommercmaps zur Behindertenbewegung. Nach den "Großeltern", vertreten durch Prof. Dr. Theresia Degener, Birgit Rothenberg und Horst Frehe, den "Eltern", vertreten durch Christian Judith, Jörg Fretter und Eileen Friesecke, berichten heute Jenny Bießmann, Nancy Poser, Constantin Grosch und Raul Krauthausen als "junge Wilde" über die Geschichte und Aktivitäten der Behindertenbewegung. Damit spannt das vom Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) organisierte Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen einen Bogen vom Krüppeltribunal bis zum aktuellen Kampf um das Intensivpflegegesetz.

Vor allem bei den Auseinandersetzungen um das Bundesteilhabegesetz haben die "jungen Wilden" immer wieder Flagge gezeigt und sich durch Aktionen in das Geschehen eingemischt und dieses geprägt. Die Nutzung der sozialen Netzwerke war dabei häufig ihr Markenzeichen. Daher wird es heute Abend ab 20:00 Uhr sicherlich viel zu berichten und diskutieren geben.
Ottmar Miles-Paul
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Rege Diskussion zum Film "Kinder der Utopie"
Amina Urban, Annett Heinich und Sören Haack hatten die Idee, im Rahmen des Sommercamps den Film "Die Kinder der Utopie" anzuschauen und auf dessen Grundlage eine Zoomveranstaltung zur schulischen Inklusion durchzuführen. Nachdem die Sommercamp-Koordinatorin die Lizenz zum Anschauen des Films im Internet für ein paar Tage erwerben konnte, entfachte sich am 28. Juli eine rege Diskussion, die auf vielen eigenen Erfahrungen aufbaute.

Die Sommercamp-Teilnehmer*innen waren sich darin einig, dass es ein Recht auf schulische Inklusion geben und dafür auch die nötige Unterstüzung zur Verfügung gestellt werden muss. Sie stellten aber auch fest, dass die Diskussion zur schulischen Inklusion sehr vielschichtig und zum Teil von ganz unterschiedlichen Interessen geprägt ist. Daher sei es wichtig, dass sich behinderte Menschen selbst wieder verstärkt in diese Diskussion einklinken müssen.
Ottmar Miles-Paul
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Ungebrochenes Interesse an Poster-Ausstellung von Kassandra Ruhm
Auch nach der dritten virtuellen Führung durch die Poster-Ausstellung von Kassandra Ruhm "bunt ist schöner" für Vielfalt und Toleranz ist das Interesse der Sommercamp-Teilnehmer*innen an den Postern und den Erläuterungen von Kassandra Ruhm ungebrochen. So wurde für den 6. August ein weiterer Termin für eine virtuelle Führung mit Kassandra Ruhm vereinbart.
Ottmar Miles-Paul
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Peers in der Politik
"Peers in der Politik: Zwischen Vorbild, Benachteiligung und politischer Teilhabe", so lautet der Titel der Abschlussarbeit, die Michael Gerr aus Würzburg im Rahmen seiner Peer Counseling Weiterbildung geschrieben hat. Und diese Experise bzw. die damit verbundenen Ideen für eine bessere Teilhabe behinderter Menschen in Parteien und Parlamenten brachte Michael Gerr auch in die Veranstaltung zur Behindertenpolitik am Montagabend, 27. Juli, ein. Zusammen mit Birger Höhn und Jessica Schröder ging es dabei um die politische Selbstvertretung behinderter Menschen in Parteien und Parlamenten.




Ottmar Miles-Paul
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Behindertenpolitische Selbstvertretung in Parteien und Parlamenten
Um die behindertenpolitische Selbstvertretung in Parteien und Parlamenten geht es heute, am 27. Juli, von 19:00 bis 20:00 Uhr bei der Zoomkonferenz in der Reihe "Behindertenpolitik am Montagabend". Für ein Gespräch stehen dabei Birger Höhn, Jessica Schröder und Michael Gerr zur Verfügung.
Ottmar Miles-Paul
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Eis essen als Antwort auf Sommerhitze
"Sicherlich wären viele von uns auch dieses Jahr wieder in der Eisdiele in Duderstadt gewesen, um dort Eis zu essen. Bestimmt gibt es auch bei Dir zuhause vor Ort die Möglichkeit, ein Eis zu essen. Schicke uns ein Foto von Dir mit Deinem Eis. Oder lass uns durch eine Sprach-Nachricht an Deinem Eis-Genuss teilhaben", heißt es in der Sommercamp-Aktion für diese Woche, die unter dem Motto "Eis essen" steht.
Ottmar Miles-Paul
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Sommercamp biegt in Zielgerade ein
94 Veranstaltungen und Aktivitäten haben bereits im Rahmen des Sommercamps für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen seit dessen Start Anfang Juni stattgefunden. Nun biegt das Sommercamp in die Zielgerade ein, bis zu dessen Abschluss am 7. August stehen aber noch 19 Veranstaltungen und Aktivitäten auf dem Programm. Darauf hat das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) hingewiesen, das das Sommercamp mit Förderung durch die Aktion Mensch durchführt, und Highlights für diese Woche benannt.

Ottmar Miles-Paul
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Jeder Mensch hat eine Seele
Behinderte Menschen werden gerne in Schubladen gesteckt, so dass dort die Blinden, hier die Gehörlosen, da die Körperbehinderten und dann noch die psychisch Beeinträchtigten sind. Aber was passiert, wenn behinderte Menschen weitere Einschränkungen bekommen, wie beispielsweise psychische Beeinträchtigungen. Darum und um vieles mehr ging es bei dem sehr regen Austausch der Kellerkinder mit den Sommercamp-Teilnehmer*innen am Freitagabend, den 24. Juli. Und bei dieser Diskussion wurde auch erneut deutlich, wie wichtig eine behinderungsübergreifende Zusammenarbeit und der Menschenrechts- statt der medinische Blick ist.

Denn allzu leicht werden Menschen als krank definiert und von ihnen wird eine Heilung bzw. Gesundung erwartet, anstatt dass man sich mit den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen befasst, die oft erst behindern. Die Kellkerkinder setzen sich schon seit vielen Jahren für eine andere Sicht im Umgang mit psychischen Hindernissen ein und haben hierzu eine Reihe von Projekten angeschoben.

Der begonnene Austausch soll fortgesetzt werden, daher haben die Kellerkinder die Sommercamp-Teilnehmer*innen für den 5. August von 19:00 bis 21:00 Uhr zu ihrem Nachtcafé eingeladen, das auch per Zoom stattfindet.

Zum Nachlesen hat Jennifer Sonntag nach der Veranstaltung noch folgende Linktipps:

Ottmar Miles-Paul
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Mandala trifft Kuscheltier-Olympiade
Schildkröten-Mandala
Schildkröten-Mandala   Bild: Annett Hartig
Kreativ hat Annett Hartig zwei Aktivitäten des Sommercamps miteinander vereint. Ihr know how in Sachen Mandala-Malen, das Annett Hartig sich beim Sommercamp-Treffen mit dem Projekt Kommune Inklusiv Nieder-Olm angeeignet hat, vereinte sie mit der Nominierung ihrer Kuschelschildkröte für die Sommercamp-Olympiade der Kuscheltiere und hat den Sommercamp-Koordinator*innen das entsprechende Bild dazu geschickt.
Ottmar Miles-Paul
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Die Spiele sind eröffnet
Eigentlich würden derzeit die Olympischen Sommerspiele stattfinden, wenn da nicht die Corona-Pandemie wäre. Einen kreativen Ersatz bietet das Sommercamp für alle Sportfans, in dem am 23. Juli die Sommercamp-Olympiade der Kuscheltiere eröffnet wurde. Im Anschluss an eine sehr abwechslungsreiche Lese-Stunde, während Anke Glasmacher, Jennifer Sonntag und Birger Höhn aus ihren Büchern lasen, eröffnete Anke Glasmacher die Sommercamp-Olympiade der Kuscheltiere. Am 5. August werden die fünf besten Nominierungen von Gero Spilker während der happy hour mit Nicola Salditt ausgezeichnet.

Dass die Konkurrenz groß ist, zeigten erste Nominierungen für die Spiele. Mit dabei ist beispielsweise eine Kuschelschildkröte, die beim 100 m Freistil-Schwimmen antritt. Aber auch das Krümmelmonster tritt beim Kekse-Essen an. Und viele weitere Nominierungen sind schon angekündigt.
Ottmar Miles-Paul
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Leckerer Nusskuchen und Erfahrungen im Praktikum und Urlaub
Um das leckere Nusskuchenrezept ging es beim Gespräch mit Emilie Hambach am Freitagnachmittag, 24. Juli, genauso wie um Erfahrungen im Praktikum und Urlaub in Corona-Zeiten. Vom Bodensee aus, war Emilie Hambach per Zoom zu der Gesprächsrunde zugeschalten, wo sie derzeit mit ihrer Famlie im Urlaub ist. Die Studentin berichtete dabei auch darüber, dass es gar nicht so einfach ist, in Corona-Zeiten ein Praktikum zu machen. Während die Job-Börse gerade noch stattfand, bevor der Lockdown kam, fielen viele Aktivitäten aus. Das konnte sie zwar durch einige andere Aktivitäten ausgleichen, aber vieles ging eben nicht. Ihr Nusskuchenrezept war demgegenüber erste Klasse, so dass Susanne Göbel und Ottmar Miles-Paul das Backwerk nach dem Rezept von Emelie Hambach genießen konnten.

Und Urlaub zu Corona-Zeiten am Bodensee zu machen, ist auch nicht so einfach, weil zuweilen doch sehr viele Leute unterwegs sind und die Abstandsregeln von einigen nicht so ernst genommen werden.
Bild vom Nusskuchen
Bild vom Nusskuchen   Bild: privat
Ottmar Miles-Paul
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Eröffnung der Sommercamp-Olympiade der Kuschel-Tiere
Als Ersatz für die Corona-bedingt abgesagten Olympischen Spiele in Tokio laden Nicola Salditt und Ottmar Miles-Paul zur Sommercamp-Olympiade der Kuschel-Tiere ein. Diejenigen, die ein Kuscheltier mit besonderen Fähigkeiten haben, können ein Bild von diesem Kuschel-Tier an Ottmar Miles-Paul schicken. "Schickt ihm das Bild über E-Mail (ottmar.miles-paul@bifos.de) oder über WhatsApp (0179 - 23 51 06 3).
Beschreibt ganz kurz, welche besonderen Fähigkeiten euer Kuschel-Tier hat! Die Vorstellung einiger Aktiver der Sommercamp-Olympiade der Kuschel-Tiere findet bei der Happy Hour am 4. August statt", heißt es in der Ankündigung. Um 20:10 Uhr wird heute am 23. Juli die Sommercamp-Olympiade der Kuscheltiere eröffnet.
Ottmar Miles-Paul
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Lese-Stunde aus selbstgeschriebenen Büchern und Texten
Nachdem die Lese-Ratten beim Sommercamp schon zweimal Tipps für Bücher ausgetauscht haben, gibt es heute am 23. Juli kurze Lesungen aus Texten und Büchern mit den Schriftsteller*innen Anke Glasmacher, Jennifer Sonntag, Alex Ernst (Salome Fuchs) und Birger Höhn.


Anschließend (20:10 Uhr) wird die Sommercamp-Olympiade der Kuschel-Tiere eröffnet! Der ZOOM-Link ist der selbe wie für diese Lese-Stunde!
Ottmar Miles-Paul
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Tipps für die Existenzgründung
Der Weg in die Selbstständigkeit hat viele Hürden. Besonders für Menschen mit Behinderung. Trotzdem gründen einige von ihnen ihr eigenes Unternehmen. Darauf weist 3sat bei der Ankündigung eines knapp halbstündigen Filmbeitrags hin, der am 3. Juli 2020 ausgestrahlt wurde und in der Mediathek angeschaut werden kann. Gracia Schade vom Projekt Kommune Inklusiv Nieder-Olm gibt heute, 23. Juli von 14:00 bis 15:00 Uhr, per Zoomkonferenz beim Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen einige Tipps zur Existenzgründung und tauscht sich mit den Teilnehmer*innen über ihre Erfahrungen aus.
Ottmar Miles-Paul
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Angemessen gekleidet sein und sich wohlfühlen
"Kleider machen Leute", so lautet die Sommercamp-Aktion der Woche. Ob dem wirklich so ist und wie es mit dem Wohlfühlen ist, darum ging es bei einer Zoomveranstaltung am 22. Juli beim Sommercamp. "Wir treffen uns digital in unserem schicken Outfit und stoßen beim virtuellen Sommerempfang gemeinsam an", so lautete die Aufforderung in der Einladung. Und tatsächlich hatten sich einige Sommercamp-Teilnehmer*innen herausgeputzt und stießen mit unterschiedlichen Getränken von Sekt, über Tee bis zur Cola-Light auf die besondere Veranstaltung an. Denn in der Realität kommt es durchaus öfter vor, dass Interessenvertreter*innen behinderter Menschen zu Empfängen oder Veranstaltungen eingeladen werden. Und die erste Frage dabei ist oft: "Wie ziehe ich mich für diese Veranstaltung an?"

Die Erfahrungen der Teilnehmer*innen der Diskussionsrunde waren zwar sehr unterschiedlich, gingen aber klar in die Richtung, dass eine angemessene Kleidung auch etwas mit Respekt für eine Situation zu tun hat und auch darum, von anderen respektiert zu werden. Man müsse vorher also gut überlegen, wo man genau hingeht und für sich ein Lösung für eine finanzierbare und dem Anlass angemessene Kleidung zu finden, die zu einem passt und in der man sich wohlfühlt. Besonders dann, wenn man eine Organisation oder Initiative vertritt, also nicht als reine Privatperson hingeht.

Jennifer Sonntag, die vor allem blinde Frauen dabei unterstützt, sich mit dem Thema Schminken auseinander zu setzen und für sich den richtigen Weg zu finden, berichtete kurz über ihre Aktivitäten. Dabei wies sie auf ihr Buch "Der Geschmack von Lippenrot, Schminkschule und Imagekurs – nicht nur für blinde Frauen" hin. Dieses gibt es auch in der Leipziger Hörbücherei: https://www.dzblesen.de/index.php?site_id=3.10.

Ottmar Miles-Paul
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Mit der Verwaltung frühzeitig reden
"Man soll nie aufgeben - Erfahrungen mit der Kommunal-Politik" lautet der Titel eines Gesprächs mit Doris Josquin in der Reihe "Behindertenpolitik am Montagabend" beim Sommercamp. Doris Josquin arbeitete früher in der Verwaltung, leitete ein Selbsthilfezusammenschluss und ist seit 2016 Mitglied des Gemeinderats von Ganderkesee in Niedersachsen. Auch wenn es dort keinen See gibt, wie es der Name vermuten lässt, so hat sich in Sachen Behindertenpolitik in den letzten Jahren einiges getan. Die Rollstuhlnutzerin Doris Josquin hat sich nämlich vorher schon in kommunalen Gremien eingemischt und ist nun als Gemeinderätin bei vielen Planungen mit einbezogen. Bzw. sie mischt sich frühzeitig ein. Und das ist wahrscheinlich eines der Erfolgskonzepte des Wirkens von Doris Josquin, die die Verwaltung meist schon auf Probleme bzw. zu berücksichtigende Punkte in Sachen Barrierefreiheit anspricht, bevor diese zur Entscheidung im Gemeinderat anstehen. Man kennt sie mittlerweile und das macht die Sache zudem leichter.

Dass dies mit viel Arbeit verbunden ist, daran ließ Doris Josquin keinen Zweifel. Sie müsse sich oft am Wochenende auf Sitzungen vorbereiten und die vielen Unterlagen querlesen und dann Gespräche mit verschiedenen Akteuren führen, um ihre Ziele zu erreichen. Kompromisse gehören dabei natürlich auch dazu, so dass man manchmal auch runterschlucken müsse, dass nicht alles gleich und perfekt gelingt.
Ottmar Miles-Paul
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Wo die "heilige Kuh" über den Blindenstock stolperte
Virtuell auf Reisen zum Thema "Studieren, Arbeiten und Reisen in anderen Ländern" ging es am 21. Juli mit Jessica Schröder beim Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen. Dabei entführte die blinde abenteuerlustige Jessica Schröder die Sommercamp-Teilnehmer*innen u.a. nach Indien, wo sie längere Zeit lebte und nach Myanmar. Besonders in Erinnerung dürfte den Teilnehmer*innen bleiben, dass Jessica Schröder berichtete, wie gefährlich es zum Teil in Indien ist, sich mit Blindenstock auf den Straßen zu bewegen, wo es oftmals keine Bordsteine gibt. Aber nicht nur für sie selbst war es gefährlich, wenn Autos knapp und laut an ihr vorbeirauschten, sondern einmal auch für eine Kuh. In Indien werden Kühe ja als heilig betrachtet und so traf Jessica Schröder immer wieder mit ihnen zusammen. Einmal sei sogar eine Kuh über ihren Blindenstock gestolpert und sei vor ihr zu Boden gegangen. Ihrem Charma habe das ihres Wissens nachhaltig allerdings nicht geschadet, wie sie auf Nachfrage berichtete.

Was das Bild über behinderte Menschen in vielen Ländern der Welt anbelangt, sieht Jessica Schröder noch erheblichen Verbesserungsbedarf. Die UN-Behindertenrechtskonvention habe hierfür zwar einen wichtigen Rahmen geschaffen, im Alltag gelte das Leben behinderter Menschen oftmals jedoch weniger. Für sie als weiße blinde Frau sei es zwar leichter gewesen und sie hätte immer wieder aufzeigen können, welche Möglichkeiten es gibt, aber auch bei den Betroffenen selbst, fehle es oft an einem entsprechenden Selbstbewusstsein und der Achtung der Gesellschaft. Deshalb sei auch das behindertenpolitische Engagement in Sachen Entwicklungszusammenarbeit so wichtig. In Coronazeiten verschärfe sich die Situation behinderter Menschen in vielen Ländern massiv.

Folgende Links empfiehlt Jessica Schröder für andere behinderte Menschen, die ebenfalls den Schritt zu einem Studium, einer Arbeit oder Entwicklungseinsatz in einem anderen Land wagen wollen:

Freiwilligendienst bei Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit bezev
Der DAAD (deutscher akademischer Austauschdienst) vergibt Sonderfördermittel für Menschen mit Behinderung bis zu 10.000 € im Rahmen von Auslandsstipendien. Der Link hierzu ist : https://eu.daad.de/infos-fuer-hochschulen/projektdurchfuehrung/mobilitaet-mit-programmlaendern-ka103/sonderfoerderung/de/45886-sonderfoerderung-fuer-teilnehmer-mit-behinderung/

Ottmar Miles-Paul
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Man soll nie aufgeben -Motto und Programm für diese Woche
Unter dem Motto "Man soll nie aufgeben" macht heute Doris Josquin aus Ganderkesee beim Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen den Auftakt für eine wieder thematisch vielfältige Woche. Die Rollstuhlnutzerin berichtet im Rahmen der Reihe "Behindertenpolitik am Montagabend" über ihre Erfahrungen in und mit der Kommunalpolitik.

Ottmar Miles-Paul
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Kleider machen Leute
Am Freitag, 17. Juli, ging es beim Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen um Tipps und Trichs zum freien Reden. Die Sommercamp-Aktion der Woche knüpft daran gut an, denn diese Woche geht es in der Sommercamp-Aktion der Woche um das Thema "Kleider machen Leute".

"Stell Dir vor: Du wirst mit einer Begleit-Person beim Sommer-Empfang des Bundes-Präsidenten eingeladen. Zeig uns mit  einem Foto, wie Du Dich dafür kleidest und wer Dich begleitet", heißt es in der Anleitung für den Austausch über die entsprechende WhatsApp-Gruppe in dieser Woche.
 
Ottmar Miles-Paul
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Zeit für Visionen - Zeit zum Träumen - Zeit für Ziele
Zeit für Visionen - Zeit zum Träumen - Zeit für Ziele gab es bei einer Zoomveranstaltung zur Zukunftsplanung beim Sommercamp am Samstag, 18. Juli. Die Teilnehmer*innen knöpften damit an vorige Treffen zur Persönlichen Zukunftsplanung an, die im Rahmen des Sommercamps unter dem Motto "Zukunft inklusiv planen und gestalten" stattfinden.
Ottmar Miles-Paul
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Längere Zeiten für PIN-Code-Eingaben nötig
Durch viel Unterstützung und Beratung ist es fast allen Sommercamp-Teilnehmer*innen gelungen, per Internetzugang oder per Telefon an den Zoomkonferenzen teilzunehmen. Die Veranstaltung vom 19. Juli mit Elisabeth Auer machte jedoch deutlich, dass es auch Grenzen bei der Zugänglichkeit von Internet- und Telefonangeboten gibt.

Die Sommercamp-Teilnehmerin Elisabeth Auer erzählte während der Telefonkonferenz darüber, was es für sie bedeutet, schwerhörig und blind zu sein. Eine Barriere sind für sie die oft zu geringen Zeiten zur Eingabe von PIN-Nummern oder Codes bei Online- und Internetangeboten. Aufgrund ihrer Späterblindung kann sie die Brailleschrift nicht so schnell lesen und braucht länger, um die Codes einzugeben. Doch dann fliegt sie bei vielen Systemen meist wieder raus, weil diese eine zu kurze Zeit für die Codeeingabe vorsehen. Dies bedeutet für Elisabeth Auer den Ausschluss von vielen Aktivitäten. Die Telefonkonferenz war deshalb gestern beim Sommercamp möglich, weil ein sehr kurzer und einfacher Eingabecode gewählt wurde, den sie sich merken kann. Die Teilnehmer*innen der Veranstaltung waren sich darin einig, dass hier noch einiges in Sachen Barrierefreiheit verbessert werden muss.

Und das passt auch zur Lebensgeschichte von Elisabeth Auer, die schwerhörig geboren wurde und mit 30 Jahren zunehmend ihre Sehkraft verlor. Das Erstarken der AfD hat u.a. dazu beigetragen, dass sich die aktive Frau nun auch verstärkt in der Politik engagiert. "Es gibt keinen Grund, warum ich trotz Hör- und Sehbeeinträchtigung mich nicht in die Politik einmischen sollte", betonte sie. Sie schilderte aber auch ihre Grenzen, auf die es auch zu achten gelte, denn sie ermüde schneller und die Treffen wären einfach auch anstrengend. So hat sie schon einige Angebote für Vorstandsposten etc. abgelehnt, weil dies ihre Kräfte übersteigen würde.

Ottmar Miles-Paul
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Saubohnen wachsen gen Himmel
Saubohnenpflanze von Kassandra Ruhm
Saubohnenpflanze von Kassandra Ruhm   Bild: privat
Die Sommercamp-Koordinatorin Susanne Göbel erreichen immer mehr Bilder von Sommercamp-Teilnehmer*innen mit Saubohnen. Zu Beginn des Sommercamps am 5. Juni hatten die Teilnehmer*innen Saubohnen-Samen und etwas Erde bekommen, nun sind daraus schon gut gewachsene Pflanzen geworden, wie das Bild von Kassandra Ruhm aus Bremen zeigt.
Ottmar Miles-Paul
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Tipps zum freien Sprechen
Es kommt immer wieder vor, dass man die Gelegenheit hat, sich bei einer Sitzung vorzustellen, ein Statement abzugeben oder an einer Podiumsdiskussion teilzunehmen. Solche Situationen, vor allem, wenn man etwas erreichen will, sind für viele sehr stressig und man kann immer was dazu lernen, wie man seine Redebeiträge besser gestaltet. Beim Sommercamp tauschen sich heute daher die Teilnehmer*innen über ihre Erfahrungen aus und schauen, welche Tipps es zum freien Sprechen gibt.
Ottmar Miles-Paul
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Ein lauschiger Abend zur Behindertenbewegung
Einen lauschigen Abend zur Geschichte der Behindertenbewegung erlebten gestern am 16. Juli die Teilnehmer*innen des Sommercamps für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen und einige Gäste. Christian Judith von K-Produktion, Jörg Fretter vom Archiv der Behindertenbewegung und Eileen Friesecke von den Kellerkindern berichteten u.a. darüber, wie sie zur Behindertenbewegung kamen, was sie geprägt hat und was sie sich für die Zukunft wünschen.

Ottmar Miles-Paul
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Entspannung beim Mandala-Malen
Mandala mit Stiften von Susanne Göbel
Mandala mit Stiften von Susanne Göbel   Bild: privat
Gemütlich und mit einem gehörigen Maß an künstlerischer Freiheit ging es beim Mandala-Malen beim Sommercamp am 16. Juli zu. Cathrin Oehler und Gracia Schade vom Projekt Kommune Inklusiv Nieder-Olm hatten nicht nur viel Geduld, sondern auch das künstlerische know how mitgebracht, um auch diejenigen, die noch nie ein Mandala gemalt haben, durch den Prozess zu geleiten. Jetzt müssen die Mandalas noch mit den Farbstiften ausgemalt werden.
Mandala von Cathrin Oehler
Mandala von Cathrin Oehler   Bild: privat
Ottmar Miles-Paul
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Die Eltern der Behindertenbewegung im Gespräch
Am 9. Juli haben bereits die "Großeltern der Behindertenbewegung" von Damals erzählt, als das Krüppeltribunal in Dortmund stattfand, in Bremen ein Hungerstreik für den Erhalt des Fahrdienstes durchgeführt wurde und beim UNO-Jahr der Behinderten die Bühne besetzt wurde. Heute, am 16. Juli berichten die "Eltern der Behindertenbewegung" aus ihrer Zeit ab Mitte der 80er Jahre in der Behindertenbewegung. Jörg Fretter, der heute das Online-Archiv der Behindertenbewegung mitbetreibt, in dem beispielsweise die Zeitungen von damals dokumentiert sind, Christian Judith von K-Produktion, der damals die Krüppelpower-Festivals organisiert hat und Eileen Friesecke von den Kellerkindern berichten über ihre Erfahrungen und Aktivitäten mit der Behindertenbewegung. Am 29. Juli folgen dann die "jungen Wilden der Behindertenbewegung.
Ottmar Miles-Paul
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Selbst kreativ beim Mandala Malen
Beim Sommercamp geht es heute ganz praktisch weiter. Unter dem Motto "Selbst kreativ" steht am Nachmittag das Mandala-Malen mit Cathrin Oehler vom Projekt Kommune Inklusiv in Nieder-Olm auf dem Programm. Über Zoom erklärt sie, wie das funktioniert und was dafür nötig ist und dann geht's los. Das Mandala Malen hat beim Sommercamp schon eine gewisse Tradition, denn dies hat die Inklusionsbotschafterin Hanna Maria Schlage sonst immer beim Sommercamp in Duderstadt angeboten.
Ottmar Miles-Paul
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#BarrierenBrechen - Taten statt Warten
Dass es nicht nur bei der Bewusstseinsbildung und dem langen Warten auf Veränderungen bleiben muss, darauf machten Raul Krauthausen und David Häußer vom Projekt #BarrierenBrechen der Sozialhelden in ihrem Vortrag beim Sommercmap am 14. Juli deutlich. Mit dem Projekt soll einerseits ganz praktisch unter dem Motto "Taten statt Warten" daran gearbeitet werden, dass konkrete Barrieren von einzelnen behinderten Menschen gemeldet und gemeinsam mit diesen beseitigt werden. Andererseits kämpft das Projekt auch dafür, dass endlich gesetzliche Regelungen verabschiedet werden, durch die die Anbieter von Dienstleistungen und Produkten zur Barrierefreiheit verpflichtet werden. Die bloße Bewusstseinsbildung habe hier bisher wenig gebracht, so das Resümee von Raul Krauthausen.

Ottmar Miles-Paul
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Es wächst und gedeiht weiter
Saubohnen von Helmut Stumhofer aus Kassel
Saubohnen von Helmut Stumhofer aus Kassel   Bild: privat
Das Symbol, wie das Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen zunehmend wächst und gedeiht, dienen die Saubohnen. Zu Beginn des Sommercamps am 5. Juni hatte die Koordinatorin Susanne Göbel Samen von Saubohnen und etwas Erde an die Teilnehmer*innen geschickt. Wie man an den von Helmut Stumhofer aus Kassel gepflanzten Saubohnen sehen kann, wachsen und gedeihen diese. Sie sind auf der Dachterasse des Kasseler Zentrums für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen in einem Blumentopf angepflanzt. Dort ist auch der Sitz des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos), das das Sommercamp organisiert.
Ottmar Miles-Paul
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Noch massive Probleme mit der Assistenz im Krankenhaus
Dass es trotz der Regelung, dass behnderte Arbeitgeber*innen ihre Assistent*innen bei einem Krankenhausaufenthalt weiter als Unterstützung im Krankenhaus nutzen können, noch erhebliche Probleme gibt, das wurde bei der Diskussion mit Jens Merkel beim Sommercamp am 15. Juli deutlich. Das Krankenhaus muss mitmachen und die Kostenträger müssen Bescheid wissen und das muss alles geregelt werden, wenn man ohnehin in einer Situation ist, in der man angeschlagen ist.

Bei der Diskussion wurde aber auch deutlich, dass es für all diejenigen, die einen Pflege- oder Assistenzdienst nutzen, bisher keine gesetzliche Regelungen gibt. Damit ergeben sich für diesen Personenkreis zum Teil erhebliche Probleme. Hier gilt es also für eine gesetzliche Verbesserung zu kämpfen.
Ottmar Miles-Paul
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Ein kniffliges Kniffelspiel
Dass man das Würfelspiel Kniffel auch gemeinsam via Zoomkonferenz bzw. Telefon spielen kann, das wurde am 15. Juli beim Sommercamp bewiesen und praktiziert. Und dass man dabei auch gut abschneiden kann, wenn man das Spiel gar nicht kennt, das bewies Netti. Unter der Anleitung der vom Projekt Kommune Inklusiv in Nieder-Olm coronabedingt mittlerweile Online-Spiel-Erfahrenen Gracia Schade wurde die knifflige Sache bestens bewältigt. Wie beim Kniffeln an einem Tisch machte man bei der Zoomkonferenz ebenfalls die Runde, würfelte und Gracia Schade führte Buch über die Ergebnisse. Dabei bewies sie, dass sie nicht nur gut buchführen kann, sondern auch das Würfelglück auf ihrer Seite ist. Mit zwei Kniffeln gewann sie die Runde vor Netti, die als Neuling immerhin knapp hinter Gracia Schade den zweiten Platz belegte. Nachahmung ist also empfehlenswert.
Ottmar Miles-Paul
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#BarrierenBrechen ist angesagt
Was es mit dem Projekt #BarrierenBrechen auf sich hat, was nötig ist, um Barrieren wirklich brechen und abbauen zu können und welche gesetzliche Regelungen gefordert werden, darum geht es heute, 14. Juli, in einer Zoomkonferenz mit Raul Krauthausen und David Häußer von dem neuen Projekt. Vor knapp 30 Jahren, am 26. Juli 1990 wurde übrigens in den USA das Antidiskriminierungsgesetz vom damaligen Präsidenten Georg Bush auf dem Rasen des Weißen Hauses unterzeichnet, das in den USA den Abbau vieler Barrieren bewirkte.
Ottmar Miles-Paul
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Viel Gesprächsbedarf zum Bundesteilhabegesetz
Seit 1. Januar 2020 ist nun auch die im Bundesteilhabegesetz vollzogene Reform der Eingliederungshilfe in Kraft getreten. Bei der Diskussion zu den Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes in der Praxis, die am 13. Juli beim Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen stattfand, ging es auch darum. Im Vordergrund standen aber die Erfahrungen, die einzelne Berater*innen von ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstellen bisher mit dem Gesetz und in der Beratung gemacht haben. Dabei wurde deutlich, dass diese mit dem Bundesteilhabegesetz neu geschaffenen Beratungsstellen zwar einiges anstoßen und behinderte Menschen unterstützen können, es aber oft noch an der Praxis und zum Teil auch an der Unwissenheit der Vertreter*innen von zuständigen Behörden hapert. Oft fehle es dort beispielsweise an Wissen zu persönlichen Budgets. Bedauerlich sei auch, dass in vielen Beratungsstellen das Peer Counseling durch selbst behinderte Berater*innen noch zu kurz kommt, bzw. dieses lediglich auf den ehrenamtlichen Bereich verlagert wird. Hier gäbe es im Sinne der Sache noch erheblichen Handlungsbedarf.

Der Umschwung vom Leben in Sonderwelten zu inklusiven Lösungen mitten in der Gemeinde sei noch nicht erkennbar. Oft sei es sehr mühsam Instrumente wie das Budget für Arbeit oder persönliche Budgets durchzusetzen und zu nutzen. Auch hier gäbe es noch sehr viel zu tun. Die Corona-Pandemie habe hier die Situation zudem angespannt.
Ottmar Miles-Paul
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Barrieren sogar bei Krankengymnastikpraxis
Stufen vor einer Krankengymnastikpraxis in Kassel
Stufen vor einer Krankengymnastikpraxis in Kassel   Bild: Susanne Göbel
Dass es sogar viele Barrieren vor Krankengymnastikpraxen gibt, zeigt ein Beispiel, das Susanne Göbel aus Kassel in die heute gestartete WhatsApp-Gruppe zur Sommercamp-Aktion der Woche "Barrieren vor Ort" eingestellt hat. Um zur Krankengymnastik gelangen zu können, muss man erst vier Stufen überwinden.

Dass dies kein Einzelfall ist, dürfte auch die heutige Veranstaltung mit Raul Krauthausen und David Häußer vom Projekt #BarrierenBrechen zeigen. In Deutschland gibt es nämlich immer noch keine wirksame Antidiskriminierungsvorschrift, um die Anbieter von Dienstleistungen und Produkten zur Barrierefreiheit zu verpflichten.
Ottmar Miles-Paul
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Wie wird das Bundesteilhabegesetz in der Praxis umgesetzt?
Wie es mit der Umsetzung des Bundes-Teilhabe-Gesetzes in der Praxis steht, darüber geht es heute, 13. Juli, bei einem Gespräch mit anschließender Diskussion mit Thomas Schalski von der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstelle (EUTB) Bodensee. Dabei wird sicher auch die Frage diskutiert, welchen Beitrag die ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstellen leisten können, um die Selbstbestimmung und Inklusion behinderter Menschen zu verbessern.
Ottmar Miles-Paul
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Vom #BarrierenBrechen bis zum Mandala-Malen

Auch diese Woche präsentiert sich das kreativ und online stattfindende Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen wieder äusserst vielfältig. Von einer Diskussion zum Bundesteilhabegesetz und zum #BarrierenBrechen, über die Behandlung des Themas der Assistenz im Krankenhaus, einen Plausch mit den Eltern der Behindertenbewegung, bis zum Mandala-Malen und Kniffel-Spiel ist diese Woche wieder viel im Programm des noch bis zum 7. August stattfindenden Sommercamps.

Heute Abend, 13. Juli, geht es los mit einem Austauxch über die Erfahrungen mit dem Bundesteilhabegesetz. Dabei werden auch einige Berater*innen aus den ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstellen zu Wort kommen. Passend zur Aktion der Woche "Barrieren vor Ort" berichten am Dienstagabend Raul Krauthausen und David Häußer über das Projekt #BarrierenBrechen. Jens Merkel wird am Mittwoch über die Situation zur Assistenz im Krankenhaus berichten und mit dem Projekt Kommune inklusiv aus Nieder-Olm kann am Mittwochabend Kniffel gespielt werden. Am Donnerstag steht dann das Mandala-Malen auf dem Programm und abends diskutieren die Eltern der Behindertenbewegung, Christian Judith und Jörg Fretter, mit den Teilnehmer*innen über frühere Zeiten. Am Freitag stehen Tipps zum freien Sprechen auf dem Programm, bevor am Samstag weiter zur Persönlichen Zukunftsplanung mit der Sommercamp-Koordinatorin Susanne Göbel gearbeitet wird. Den Abschluss für diese Woche bietet Elisabeth Auer am Sonntag mit der Schilderung ihrer Erfahrungen als schwerhörige und blinde Frau.
Ottmar Miles-Paul
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Museumsbesuch geht auch virtuell
Collage zur virtuellen Führung
Collage zur virtuellen Führung   Bild: Sudabeh Asli
Dass man nicht nach Mexiko fliegen muss, um sich im Museum Frida Kahlo umzuschauen, das zeigten Laura Günter und Gracia Schade vom Projekt Kommune inklusiv am 11. Juli beim Sommercamp sehr eindrücklich. Die Führung durch die Kleidungsstücke von Frida Kahlo regte zudem zu einer spannenden Diskussion über das Leben von Frida Kahlo an und was wir daraus lernen können, bzw. wo behinderte Menschen heute viele Parallelen sehen können.

Laura Günter und Gracia Schade haben folgende Links zu weiteren Informationen zu Frida Kahlo zur Verfügung gestellt:

Google Arts&Culture Ausstellung: Frida Kahlos Kleiderschrank

https://artsandculture.google.com/exhibit/mehr-schein-als-sein/6gICPDLcNAzkJA

 

Trailer zum Film Frida Kahlo: 

https://www.youtube.com/watch?v=Cxl_d9YWPj0

 

Biografie:

https://www.amazon.de/Frida-Kahlo-Ein-leidenschaftliches-Leben/dp/3426623633/ref=sr11?mkdeDE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=ISBN+9783426623633&qid=1594471848&sr=8-1

 

Ausstellung: Künstlerinnen im Surrealismus im Museum Schirn Frankfurt (mit Bildern von Frida Kahlo)

https://schirn.de/fantastischefrauen/digitorial/

 

YouTube Führung durch die Ausstellung Künstlerinnen im Surrealismus: 

https://www.youtube.com/watch?v=tA3HVb3j5Q4&list=PLaZEE9an0D5KdhjFUdfBeFQmjsdjLjs

 

Bildbank / Katalog Frida Kahlo: 

https://www.amazon.de/Kahlo-Andrea-Kettenmann/dp/3836500760/ref=sr113?mkdeDE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=8SE1HH7CCWCC&dchild=1&keywords=frida+kahlo+bildband&qid=1594476607&s=books&sprefix=frida+kahlo+bild%2Cstripbooks%2C150&sr=1-13


Sonstiges zu Frida Kahlo (das sind zwei Videos bzw. Audio Beiträge zu Frida Kahlo): 

https://www.youtube.com/watch?v=vDsZ5EbsnZI

https://www.youtube.com/watch?v=rp34rG3Rt3o

 

Wenn ihr euch für mehr digitale Museumsbesuche interessiert, dann kann ich euch die folgenden Websites empfehlen: 

 

https://artsandculture.google.com/ (hier Google Arts&Culture waren wir zum Beispiel auch schon im Naturkunde Museum Berlin: https://artsandculture.google.com/exhibit/kellers-insektengeschichten/LgKyfqxgzrPYIw)

https://digitalekunsthalle.zdf.de/index.html (Angebot von ZDF Kultur)

Ansonsten empfiehlt Laura Günter einmal die Website des Lieblingsmuseums aufzusuchen, vielleicht wird man hier fündig bezüglich eines Digitalangebots, wie bei der Schirn in Frankfurt, die machen echt viel Online: https://www.schirn.de/kalender/angebote/schirnstudiofuerhomiesvi/#nl

Ottmar Miles-Paul
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Startschuss für die Aktion Barrieren vor Ort
Die Aktion dieser Woche beim Sommercamp trägt den Titel "Barrieren vor Ort". "Wo hindern Dich Barrieren bei Dir vor Ort an Deiner Teilhabe? Wo schränken Dich Barrieren bei Dir vor Ort an Deiner Teilhabe ein? Schicke uns ein Foto oder mache ein kurzes Video (nicht länger als 1 Minute) oder beschreibe das in einer Sprachnachricht", heißt es in der Ankündigung der Aktion der Woche.
Ottmar Miles-Paul
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Digitaler Museums-Besuch im Museum Frida Kahlo in Mexiko
Einen digitalen Museums-Besuch im Museum Frida Kahlo in Mexiko bieten heute Laura Günther und Gracia Schade vom Projekt Kommune Inklusiv Nieder-Olm beim Sommercamp an. Sie bieten eine virtuelle Führung durch eine Ausstellung zur berühmten Künstlerin Frida Kahlo an. Gezeigt wird eine Auswahl ihrer Bilder, ihre Kleider und viele andere persönliche Gegenstände, die auch beschrieben werden.

 "Um es mit Frida Kahlo zu sagen: Mein Leben mit dem Dauerschmerz", so titelte die Inklusionsbotschafterin Jennifer Sonntag vor einer Weile einen Beitrag für die kobinet-nachrichten, in dem sie sich mit ihrem Leben mit chronischen Schmerzen auseinandersetzt, mit denen auch Frida Kahlo zu kämpfen hatte.

Ottmar Miles-Paul
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Ausflug nach Ostholstein
Ein virtueller Ausflug nach Ostholstein oder besser gesagt nach Oldenburg in Ostholstein steht heute auf dem Programm des Sommercamps. Dort lebt nämlich Martina Scheel und wirkt als Behindertenbeauftragte der Stadt an vielen Fronten, um mehr Barrierefreiheit und Inklusion zu erreichen. Ihr Bericht wird durch eine Reihe von Bildern und praktischen Beispielen begleitet.
Ottmar Miles-Paul
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Von der Fußball-Bundesliga in Sachen Barrierefreiheit lernen
Bei der gestern am 9. Juli diskutierten Frage wie inklusiv unsere kulturellen Angebote sind, berichtete Maren Grübnau von der Universität Dortmund über ihre Forschungen für ihre Doktorarbeit. Diese befasst sich damit, wie inklusiv unsere Kulturangebote sind und welche Voraussetzung hierfür geschaffen werden müssen. Während des Gesprächs mit Maren Grübnau und der Diskussion wurden sowohl positive wie auch negative Beispiele bei Konzertbesuchen aufgezeigt. Interessant war, dass in diesem Bereich wohl einiges von der Fußball-Bundesliga gelernt werden könne. Auch wenn dort längst nicht alles perfekt sei, so wurden hier in den Stadien, wie beispielsweise auf Schalke, in den letzten Jahren doch eine Reihe von Standards entwickelt, die auch auf andere Veranstaltungen übertragen und weiterentwickelt werden könnten.
Ottmar Miles-Paul
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Viel Gesprächsstoff zur Geschichte der Behindertenbewegung
Dass es viel Interesse und auch viel Gesprächsstoff zur Geschichte der Behindertenbewegung gibt, das zeigte sich gestern, 9. Juli, bei der Abenddiskussion mit Prof. Dr. Theresia Degener, Horst Frehe und Birgit Rothenberg. Hierzu wurde ein Bericht in den kobinet-nachrichten veröffentlicht.

Ottmar Miles-Paul
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Die Würfel sind gefallen und fallen immer noch weiter
Wie auch sonst in Duderstadt üblich, kommt das Spielen beim Sommercamp trotz Corona und zum Teil hunderte von Kilometern Distanz nicht zu kurz. Seit gut einer Woche sind über die App Dice World, die es kostenlos gibt, eine Reihe von Sommercamp-Teilnehmer*innen am Zocken. Alles, was da mit Würfeln so geht, wird gespielt. Von Pig, über Kniffel, bis zu 1-4-24.
Ottmar Miles-Paul
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Wie war das damals mit der Behndertenbewegung vor 40 Jahren?
Was haben Horst Frehe, Birgit Rothenberg und Prof. Dr. Theresia Degener vor 40 Jahren gemacht, als die Behindertenbewegung in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckte? Darüber und über die verschiedenen Aktivitäten, die die drei Aktiven zwischenzeitlich vorangetrieben haben und was ihnen für die Zukunft wichtig ist, werden heute, 9. Juli, die Teilnehmer*innen des Sommercamps für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen mehr erfahren. Ottmar Miles-Paul spricht mit den sogenannten "Großeltern der Behindertenbewegung" in einer ersten von insgesamt drei Veranstaltungen zur Behindertenbewegung per Zoomkonferenz. Spannende Geschichten von "damals" und heute sind also vorprogrammiert.
Ottmar Miles-Paul
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Wie inklusiv sind unsere Kulturangebote?
Während der Corona-Pandemie ist vielen deutlich geworden, was es bedeutet, wenn man nicht so einfach an Kulturangeboten teilhaben kann und die Auswahl enorm eingeschränkt ist. Eine Erfahrung, die viele behinderte Menschen im Alltag sehr oft auch ohne Corona-Pandemie machen. Sei es der barrierefreie Zugang, fehlende Angebote mit Gebärdensprachdolmetscher*innen oder keine Audiodeskription, Barrieren gibt es viele, die behinderten Menschen den Kunstgenuß oftmals trüben oder diesen gar verhindern.

Dieses Thema beschäftigt auch Maren Grübnau von der Universität Dortmund, die zurzeit ihre Doktor-Arbeit über die Barriere-Freiheit von Kultur- und Sport-Angeboten schreibt. Mit ihr können die Sommercamp-Teilnehmer*innen heute, 9. Juli, unter dem Motto "Wie inklusiv sind unsere Kultur-Angebote" diskutieren.
Ottmar Miles-Paul
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Was bedeutet Selbstbestimmung für mich?
Dieser Frage gehen die Teilnehmer*innen des Sommercamps nicht nur in der Aktion der Woche auf der WhatsApp-Gruppe dazu nach, sondern war auch gestern, am 8. Juli, das Thema einer Zoomveranstaltung. Kerstin Wöbbeking hatte dabei die Frage gestellt, was Selbstbestimmung für die einzelnen Teilnehmer*innen bedeutet. Daraus entspann sich eine spannende Diskussion mit den verschiedenen Facetten des Themas. Jennifer Sonntag hatte Anfang des Jahres genau zu dieser Frage einen Beitrag für das MDR-Magazin Selbstbestimmt in ihrer Reihe "Mit anderen Augen" gedreht. Darum geht es u.a. darum, was Selbstbestimmung für sie als blinde Frau bedeutet.

Ottmar Miles-Paul
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Filmpremiere: Die große Krise: Chance oder Miese?

Eine Präsentation des Films mit dem Titel "Die große Krise: Chancen oder Miese?" für Familie und Freund*innen ist für Freitag, den 10. Juli, um 20 Uhr im WERKRAUM, Stresemannstrasse 24 c, in Göttingen geplant. Dabei handelt es sich um einen "Talk-Show Film" zur aktuellen Situation der Nation vom Freien Theater boat people projekt aus Göttingen. Beim Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen kam der Film, der dort am 7. Juli sozusagen als Generalprobe für die Premiere gezeigt wurde, sehr gut an.

Eigentlich würde die Spielgruppe der JUNGEN ERIKS sich aktuell wöchentlich treffen, um gemeinsam ein Stück rund um das Thema Wut und Mut zu erarbeiten. Stattdessen besuchte das Leitungsteam die einzelnen Mitspieler*innen bei ihnen zu Hause und trafen sich in ihren Gärten oder auf dem Bürgersteig und ersannen ein Projekt, das Abstandsregeln einhält und trotzdem alle miteinander verbindet, heißt es in der Ankündigung für die Präsentation des Films. "Statt Theater ist ein Film entstanden: einzeln wurden die Spieler*innen gefilmt, jede*r übernimmt eine Rolle in einer Talkshow, die etwas aus dem Ruder läuft…."

"In einer Gesprächsrunde treffen sich berühmte Persönlichkeiten zu dem Thema KRISE – CHANCE ODER MIESE? Wer hat die beste Idee, um mit der aktuellen Situation der Nation umzugehen? Ein berühmter Virologe ist anwesend und warnt gemeinsam mit Frau Merkel vor zu forschen Schritten. Sie müssen den berühmten Berliner DJ T vertrösten, der sich fragt, wann endlich wieder getanzt werden kann: Musik ist wichtig für die Menschen! Das findet auch die anwesende Schlagersängerin, die singen will, aber nicht kann, die Maske ist im Weg. Heidi Klum hat eine Lösung: sie designt eine schicke Maske! Daran ist auch ein Präsident aus Übersee interessiert, er möchte auch eine Maske mit seinem Konterfei! Doch wer sind die beiden komischen Gäste, die in die Talkshowrunde platzen?", heißt es in der Ankündigung.

Im Film mit dabei sind Theresa Durschang, Marlene Faber, Nick Heim, Michael Hindahl, Tenondre Jurczik, Gesa Münch-Matthaei und Selma Spicher. Die Leitung hatten Nina und Reimar de la Chevallerie

Einige wenige Anmeldungen sind möglich unter: chevall@gmx.de

Gefördert und unterstützt wurde das Filmprojekt von ERIK e.V. und dem Landschaftsverband Südniedersachsen.
Ottmar Miles-Paul
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Stärker werden Thema heute beim Sommercamp
Es ist schwer den Begriff des Empowerments gut zu übersetzen, bzw. zu beschreiben. Stärker werden trifft es so einigermaßen. Und genau darum geht es heute Abend am 8. Juli beim Sommercamp. Man darf also gespannt sein, was sich alles dahinter verbirgt und vor allem darauf, was uns stärker macht, um unser Leben selbstbestimmter leben zu können.
Ottmar Miles-Paul
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Von der Blind-Malerei bis zum Inklusions-Song
Von der Blind-Malerei bis zum Inklusions-Song, darum geht es heute, 8. Juli, beim Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen. Mit dabei ist heute Silja Korn, die im Medienprojekt Berlin u.a. im Film „Die Blindmalerin" und im Inklusions-Song „Ich bin kein schräger Hund“ mitmacht. Ottmar Miles-Paul spricht mit der blinden Kindergartenerzieherin und Inklusionsbotschafterin über ihren Zugang und ihre Aktivitäten zur Kunst.

Ottmar Miles-Paul
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Es wächst und gedeiht
Nicht nur das Sommercamp mit seinen mittlerweile über 60 Veranstaltungen und Aktivitäten wächst und gedeiht, sondern auch die Saubohnen. Saubohnen-Samen wurden von der Sommercamp-Koordinatorin Susanne Göbel zum Anfang des Sommercamps an die einzelnen Teilnehmer*innen geschickt. Mittlerweile sieht man in der WhatsApp-Gruppe zur Saubohnen-Aktion immer mehr Bilder der kräftig wachsenden Gewächse. So auch die recht spät eingepflanzten Saubohnen von Helmut Stumhofer, die auf der Dachterasse des Kasseler Zentrums für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen wachsen und gedeihen.
Saubohnen von Helmut Stumhofer aus Kassel
Saubohnen von Helmut Stumhofer aus Kassel   Bild: Susanne Göbel
Ottmar Miles-Paul
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Überraschungsgast am Donnerstagabend
Wenn am Donnerstagabend, den 9. Juli, die Großeltern der Behindertenbewegung von "Damals" erzählen, dann werden bei der Sommercamp-Veranstaltung nicht nur Horst Frehe aus Bremen und Birgit Rothenberg über alte Zeiten reden. Mit Prof. Dr. Theresia Degener hat sich ein weiteres Urgestein der deutschen und internationalen Behindertenbewegung für diese Veranstaltung zum Erzählen sozusagen als Überraschungsgast bereit erklärt. Theresia Degener war mehrere Jahre auch die Vorsitzende des UN-Fachausschusses zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und sehr viel in Genf und New York unterwegs.

Die Veranstaltung mit den "Großeltern der Behindertenbewegung" bietet sozusagen den Auftakt für eine dreiteilige Serie zur Behindertenbewegung. Es folgen dann im weiteren Verlauf des Sommercamps noch Christian Judith und Jörg Fretter und zum Schluss die Jungen Wilden um Raul Krauthausen, Jenny Bießmann, Constantin Grosch und Nancy Poser.
Ottmar Miles-Paul
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Filmemacher heute zu Gast beim Sommercamp
Selma Spicher, Nic Heim und Nina de la Chevallerie stellen heute Abend am 7. Juli einen Film vor, den sie gemacht haben, bzw. an dem sie mitgewirkt haben. Die JUNGEN ERIKS haben den Film gemacht. Auf der Internet-Seite vom boatpeopleprojekt steht das über den Film: 
"Einzeln werden die Spieler*innen gefilmt, jede*r übernimmt eine Rolle in einer Talkshow, die etwas aus dem Ruder läuft…. 
In einer Gesprächsrunde auf dem Bürgersteig treffen sich berühmte Persönlichkeiten zu dem Thema Die große Krise – CHANCE ODER MIESE? Wer hat die beste Idee, um mit der aktuellen Situation der Nation umzugehen?"

Der Film ist unterhaltsam.
Der Film ist nachdenklich. 
Es geht um die Corona-Krise.
Und darum: Wie aus Wut Mut werden kann!

Der 20minütige Film wird beim Sommercamp gemeinsam per Zoomkonferenz angeschaut. Danach sprechen wir mit Selma Spicher und Nic Heim, die in dem Film mitspielen. Nina de la Chevallerie wird mit dabei sein. Sie hat den Film mit Selma, Nic und anderen Mitgliedern der Gruppe DIE JUNGEN ERIKS gedreht, heißt es in der Ankündigung für den heutigen Sommercamp-Programmpunkt.
Ottmar Miles-Paul
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Selbstbestimmung: Morgens aufstehen und Lust auf den Tag zu haben
Zur Sommercamp-Aktion der Woche sind mittlerweile erste Rückmeldungen von Teilnehmer*innen in der WhatsApp-Gruppe gekommen, was Selbstbestimmung für sie bedeutet. Jule von den Kellerkindern aus dem Projekt Landschaftstrialog in Berlin beschreibt das in einem kurzen Videofilm beispielsweise so: "Für mich bedeutet Selbstbestimmung, morgens aufzustehen und Lust auf den Tag zu haben. Für mich bedeutet Selbstbestimmung, einen Arbeitsplatz zu haben, an dem ich kreativ sein kann und mit Menschen zusammenarbeite, mit denen ich mich gut verstehen und kreative Ideen entwickeln kann."

Link zum Video von Julia von den Kellerkindern
Ottmar Miles-Paul
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Wenn eine Gehsteigkante 8 cm hoch ist
Wenn nach einem Umbau einer zentralen Kreuzung in Saarbrücken mit vielen Vorschlägen zur barrierefreien Gestaltung am Ende eine Bordsteinkante an der Querungsstelle 8 cm hoch ist, dann ist das Frust pur. So ging es auf jeden Fall Dunja Fuhrmann, der stellvertretenden des Behindertenbeirats von Saarbrücken. Über diese und andere Frusterlebnisse beim Einsatz für Barrierefreiheit ging es gestern, 6. Juli, bei der Sommercamp--Veranstaltung "Behindertenpolitik am Montagabend". Die Regelungen für barrierefreies Bauen seien einfach viel zu weich formuliert, es gäbe zudem kaum Sanktionsmöglichkeiten und echte Antidiskriminierungsvorschriften mit Biss, so das Resümee von Dunja Fuhrmann.

Das erschwere das Engagement behinderter Menschen in Behindertenbeiräten und vor Ort enorm, zumal sie dies meist ehrenamtlich machten, wie Kassandra Ruhm aus Bremen anmerkte. Die Forderung nach einer schon lange von den Behindertenverbänden geforderten Regelung, dass auch private Anbieter von Dienstleistungen und Produkten zur Barrierefreiheit verpflichtet werden, wurde bei der gestrigen Sommercamp-Veranstaltung also bekräftigt. Behinderte Menschen müssten endlich aus dem Bettelstatus für barrierefreie Angebote herauskommen.
Ottmar Miles-Paul
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Das Zittern hat ein Ende
Im Fußballtalk mit Maren Grübnau stand gestern, 6. Juli, die Frage im Mittelpunkt, ob Werder Bremen im zweiten Relegationsspiel in Heidenheim noch die Kurve kriegt und den Klassenerhalt schafft. Für Maren Grübnau als Werder-Fan war dabei die Spannung groß. Spät abends konnte Maren Grübnau und alle Werder-Fans dann durchatmen. Per WhatsApp jubelte die in Dortmund lebende Fußballbegeisterte Maren Grübnau kräftig und freute sich über den Zittersieg in Heidenheim. Ende gut - alles gut, wenn auch nicht für die Heidenheimer, die hohen Respekt für ihren Kampfgeist als kleine Kreisstadt verdient haben.
Ottmar Miles-Paul
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Frust und Lust beim Engagement für Barrierefreiheit
Frust und Lust beim Engagement für Barriere-Freiheit, so lautet der Titel der heutigen Veranstaltung im Rahmen des Sommercamps in der Reihe "Behindertenpolitik am Montagabend". Im Gespräch mit Dunja Fuhrmann vom Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Saarland und 
stellvertretenden Vorsitzenden des Behinderten-Beirates Saarbrücken werden die Teilnehmer*innen einiges in Sachen Barrierefreiheit in Saarbrücken erfahren. Wie das erreicht wurde, was gelungen ist, aber auch, wie oft es Probleme gibt, Barrierefreiheit zu erreichen und wie aufwändig es ist, dafür ständig zu kämpfen, wird Dunja Fuhrmann im Gespräch mit Ottmar Miles-Paul und in der Diskussion mit den Teilnehmer*innen erläutern.
Ottmar Miles-Paul
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Postive Halbzeitbilanz zum Sommercamp
Die Koordinatorin des Sommercamps hat eine Zwischenbilanz der bisherigen Aktivitäten und Erfahrungen gezogen und folgende Informationen per Presseinformation verbretiet:

Online und kreativ Teilhabe behinderter Menschen in Corona-Zeiten gestalten

Aus der Not eine Tugend machen. Diesem Sprichwort folgend hat das in Kassel ansässige Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) ein ursprünglich als Präsenzveranstaltung geplantes Sommercamp coronabedingt online und kreativ umgeplant. Herausgekommen ist statt der ursprünglich für sechs Tage geplanten Veranstaltung mit über 120 Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen eine auf nunmehr zwei Monate angelegte Reihe von Veranstaltungen und Aktivitäten. Diese zeigen, dass es trotz Corona-Pandemie viele Ideen und Aktivitäten gibt, durch die die Teilhabe behinderter Menschen online und kreativ gestaltet werden kann. Das ist das Ergebnis einer Halbzeitbilanz des am 5. Juni begonnenen und am 7. August endenden und von der Aktion Mensch geförderten „anderen Sommercamps für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen“, die die Koordinatorin des Sommercamps, Susanne Göbel, nun gezogen hat.

„So sehr natürlich der persönliche Kontakt fehlt, der gerade bei einem Sommercamp so wichtig ist, so spannend sind die Möglichkeiten, die es heutzutage gibt und die per Telefon, Zoomkonferenz, Internet, WhatsApp, Facebook, per Post und vielem mehr genutzt werden können, um die Isolation behinderter Menschen zu verhindern und eine Zusammenarbeit zu ermöglichen. Nach einem Monat haben wir sogar eine Reihe von Aktivitäten durchgeführt, die im Jugendgästehaus in Duderstadt so nie möglich gewesen wären“, betont Susanne Göbel vom bifos. Dazu zählen zum Beispiel die Bilder, die behinderte Menschen von Aktivitäten in ihrem Sozialraum vor Ort geschickt haben oder die vielen Koch- und Backrezepte, die ausgetauscht und von Teilnehmer*innen zu Hause ausprobiert wurden. Bei den Online-Veranstaltungen sei es zudem möglich gewesen, wesentlich mehr Referent*innen hinzuzuziehen, wie dies bei der Präsenzveranstaltung möglich gewesen wäre. So sei das Programm inhaltlich viel bunter geworden. Im ersten Monat des auf zwei Monate angelegten Sommercamps wurden bereits über 60 Veranstaltungen und Aktivitäten durchgeführt, die auf sehr gute Resonanz bei den Teilnehmer*innen gestoßen sind. Bis zum 7. August sind noch über 40 weitere Aktivitäten und Veranstaltungen geplant, wobei ständig weitere hinzukommen. Denn ein Prinzip dieses Sommercamps ist, dass die Teilnehmer*innen selbst ihre Ideen einbringen und Veranstaltungen und Aktivitäten anbieten.

„Seien es virtuelle Stadtführungen durch Wien oder Mainz, die Durchführung von Zukunftsplanungen und Informationen, wie das funktioniert, virtuelle Führungen durch Ausstellungen oder Informationen aus der Beratung behinderter Menschen, die Vielfalt der Aktivitäten ist groß. Ein Fußball-Talk, der Anbau von Saubohnen, das Aufsuchen des Lieblings-Ortes, Sportübungen per Videoanleitung, Achtsamkeitsübungen, ein Kaffeeklatsch und der Austausch und die Anleitung des Backens und Kochens von leckeren Speisen waren weitere Aktivitäten. Selbst Spiele wie Dinner and Crime oder Kniffel, all das und noch vieles mehr haben wir schon geschafft. Und natürlich wurde viel über die Behindertenpolitik informiert und diskutiert“, berichtet Susanne Göbel. Wichtig sei dabei gewesen, dass für Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen ein passender Zugang zur Technik und zur Kommunikation gesucht und gefunden wurde, ob per Telefon, Post oder online, per App oder Facebook. „Gerade in Corona-Zeiten hoffe ich, dass diese Kreativität auch flächendeckend in der Behinderten- und Altenhilfe greift und den Menschen damit eine weitere Möglichkeit der Teilhabe eröffnet wird. Vieles ist möglich, wenn es gewollt wird und behinderte Menschen die Unterstützung zur Teilhabe bekommen, die sie brauchen. Das hat der erste Monat des Sommercamps mit dem Motto ‚Zukunft inklusiv gestalten und planen‘ deutlich gezeigt“, betont Susanne Göbel.

Begleitet werden die Aktivitäten und Veranstaltungen des Sommercamps mittels eines Liveblogs mit Bildern, Berichten und Videos. Dieser wird zusammen mit dem Online-Nachrichtendienst zu Behindertenfragen kobinet-nachrichten unter https://kobinet-nachrichten.org/foren/liveblog-sommercamp-2020/ betrieben. Hier wurden zur Halbzeit des Sommercamps bereits über 100 Nachrichten zum Sommercamp veröffentlicht.
Ottmar Miles-Paul
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Fußball-Gespräch mit Maren Grübnau: Bleibt Werder Bremen erstklassig?
Aufbauend auf dem Fußball-Gespräch mit Maren Grübnau vom 20. Juni, als das Kellerduell von Werder Bremen in Mainz anstand, gibt es heute ein zweites Fußball-Gespräch mit Maren Grübnau beim Sommercamp. Denn ihr Lieblingsverein muss heute in Heidenheim antreten und um den Klassenerhalt antreten. Nach einem 0:0 in Bremen ist die Ausgangssituation für den Klassenerhalt der Werderaner zwar alles andere als gut, aber die Hoffnung stirbt bei Maren Grübnau zuletzt, die als Team-Leiterin der Blinden-Reporter auf Schalke aktiv ist.

Das halbstündige Fußballgespräch bietet heute aber auch eine Möglichkeit, das Pokalfinale vom vergangenen Samstag noch einmal Revue passieren zu lassen und die letzte Bundesligasaison, die von Corona geprägt war zu reflektieren. Der Ball bleibt also auch beim Sommercamp rund.
Ottmar Miles-Paul
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Aktion der Woche: Das bedeutet Selbstbestimmung für mich
Nachdem auch letzte Woche in der speziell dafür von den Empowerment-Trainer*innen Kerstin Wöbbeking und Ines Spilker eingerichteten WhatsApp-Gruppe unter dem Motto "Guten Appetit" nur so an Bildern und Berichten gerattert hat, verspricht die Sommercamp-Aktion für diese Woche ebenfalls eine rege Beteiligung. Unter dem Motto "Das bedeutet Selbstbestimmung für mich" sind wieder Bilder, Berichte, Sprachnachrichten oder Videos gefragt, die entweder in die WhatsApp-Gruppe eingestellt oder per Mail an Kerstin Wöbbeking und Ines Spilker geschickt werden können.
Ottmar Miles-Paul
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Übung zur Atmung und Entspannung von Ronny Blume
Mit einem gut 18minütigen Video bot Ronny Blume auch an diesem Wochenende eine Übrung unter der Rubrik Gesund & Fit im Sommercamp an.

Link zum Video auf YouTube
Ottmar Miles-Paul
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Intensivpflegegesetz mit Änderungen verabschiedet
Die Diskussion um das Intensivpflegegesetz hat auch das Sommercamp geprägt. Am 17. Juni wurde beispielsweise mit Dr. Sigrid Arnade und Horst Frehe über ihre Erfahrungen während der Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestages zum Gesetzentwurf diskutiert. Am 2. Juli wurde das Gesetz nun vom Deutschen Bundestag mit einer ganzen Reihe von Änderungen beschlossen. Einige Sommercamp-Teilnehmer*innen hatten diese Debatte online verfolgt. Dass damit nicht alle Gefahren für die Selbstbestimmung vom Tisch sind, machte auch Dr. Sigrid Arnade am Ende ihrer Sommercamp-Veranstaltung am 3. Juli deutlich.

Ottmar Miles-Paul hat für die kobinet-nachrichten einen Kommentar über dieses Gesetzgebungsverfahren und die Debatte im Bundestag geschrieben.

Ottmar Miles-Paul
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Sprache prägt das Bewusstsein
Dass Sprache das Bewusstsein prägt und gerade wir behinderte Menschen selbst die Begrifflichkeiten, die uns im Zusammenhang mit dem Thema Behinderung verwenden, achtsam wählen sollten, darum ging es bei einer Veranstaltung mit Dr. Sigrid Arnade von der LIGA Selbstvertretung. Am Freitag, 3. Juli, tauschten sich eine Reihe von Sommercamp-Teilnehmer*innen daher mit Sigrid Arnade u.a. auch darüber aus, wie es sich mit den Begriffen einer Einschränkung und einer Behinderung gestaltet. Sigrid Arnade bevorzugt beispielsweise die Verwendung des Begriffes behinderte Menschen, weil dadurch deutlich wird, dass wir behindert werden.
Ottmar Miles-Paul
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Es quickt und würfelt beim Sommercamp
Neben all den inhaltlichen Themen, die beim Sommercamp behandelt werden, kommt zunehmend auch die Rubrik Spiel und Spaß in Fahrt. Am Wochenende starteten einige Sommercamp-Teilnehmer*innen mit einer Würfelspiel-App durch. Jetzt erschallen Quickgeräusche aus so manchen Handys der Sommercamp-Teilnehmer*innen, denn das Würfelspiel Pig ist auch dabei. Es wird auch gekniffelt. Ein wahres Paradies also für all die Würfelzocker*innen beim Sommercamp.
Ottmar Miles-Paul
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Dinner and Crime beim Sommercamp
Screen-Shot vom Zoom-Treff zu Dinner and Crime beim Sommercamp
Screen-Shot vom Zoom-Treff zu Dinner and Crime beim Sommercamp   Bild: Karin Kien
Activity-Spiele haben Tradition beim Sommercamp. Karin Kien aus Österreich, die derartige Spiele meist initiiert, hielt auch die Tatsache nicht auf, dass man dieses Mal nicht gemeinsam an einem Tisch sitzen kann. Sie nutzte eine Zoomkonferenz, um die Akteur*innen für mehrere Stunden mit Kostümen und ähnlichen Ausstattungsgegenständen zusammen zu bringen. Am Abend des 3. Juli war es nach einigen Vorbereitungen dann so weit. Verraten sei, der Mörder war nicht der Gärtner - es war eine Mörderin. Das ganze scheint trotz der physischen coronabedingten Barrieren so viel Spaß gemacht zu haben, dass die Durchführung einer weiteren Runde von Dinner and Crime überlegt wird.
Ottmar Miles-Paul
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Bunt ist schöner - virtuelle Ausstellungsführung 2. Teil
Nachdem die erste virtuelle Ausstellungs-Führung mit Kassandra Ruhm am 13. Juni so gut bei den Teilnehmer*innen des Sommercamps angekommen ist, bietet Kassandra Ruhm aus Bremen heute Abend eine zweite Führung durch weitere ihrer Poster unter dem Motto "Bunt ist schöner – eine Poster-Serie über Vielfalt und Inklusion“ an.

Ottmar Miles-Paul
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Austausch zu Persönlicher Assistenz und Persönlichen Budgets
Unter dem Motto "Persönliche Assistenz und Persönliche Budgets" steht heute, am 1. Juli, von 15:00 bis 16:00 ein Erfahrungs-Austausch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sommercamps mit Daniela Herrmann von der Kontaktstelle Persönliche Assistenz / Persönliches Budget von Mobile in Dortmund auf dem Programm.

Die bisherigen Diskussionen während des Sommercamps haben bereits gezeigt, wie wichtig das Thema Assistenz gerade in Corona-Zeiten ist und dass der Kampf für ein persönliches Budget noch längst nicht überall dort gewonnen ist, wo es die Betroffenen wünschen.
Ottmar Miles-Paul
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Video: Menschen mit Behinderungen eine Stimme geben
"Mach Mit - Menschen mit Behinderungen eine Stimme geben", so lautet der Titel einer Veranstaltung, die am 30. Juni von der LIGA Selbstvertretung Thüringen in Kooperation mit dem Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen durchgeführt wurde. Über 40 Teilnehmer*innen tauschten sich dabei über ihre Erfahrungen während der Corona-Krise aus und griffen wichtige Themen auf. Sei es die Diskussion über die Triage, also wer medizinische Hilfe bekommt, wenn die Ressourcen knapp werden, Barrieren im Alltag, auf die behinderte Menschen nun in der Corona-Zeit besonders stoßen oder geschlossene Werksätten bzw. Alternativen dazu, Diskussionsstoff gab es in der 90minüten Online-Veranstaltung genug.

Rückenwind für die Aktion der LIGA Selbstvertretung Thüringen, die um den 5. Mai mit einem Videoaufruf begann, gab es auch vom Landesbeauftragten für die Belange behinderter Menschen in Thüringen, Joachim Leibiger, der in einem Grußwort schilderte, wie wichtig es ist, dass behinderte Menschen sich zu Wort melden. Gerade in Corona-Zeiten gäbe es hier viel zu tun, um Benachteiligungen zu verhindern. Während der Veranstaltung wurden auch drei Videos gezeigt, die im Rahmen der Aktion entstanden sind. Insgesamt wurden 13 Videos in einem Gesamtvideo zusammengefasst, das bei der Veranstaltung vorgestellt wurde.

Ottmar Miles-Paul
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Der Grillmeister aus Lenggries
Ertl's Grilltafel 2020 mit der Zahl 38 drauf
Ertl's Grilltafel 2020 mit der Zahl 38 drauf   Bild: privat
Auf der Tafel im Garten von Markus Ertl steht auf einer Schiefertafel mittlerweile die Zahl 38. Das bedeutet, dass der Lenggrieser in diesem Jahr schon 38 mal den Grill angeworfen und darauf so manche Leckereien zubereitet hat. Dies teilte Markus Ertl am Montag zum Schluss der Sommercamp-Veranstaltung über die 76stündige Tour Bahntour mit Regionalzügen durch alle Landeshauptstädte Deutschlands mit. Das Grillschild passt also sehr gut zur derzeitigen Sommercamp-Wochen-Aktion unter dem Motto "Guten Appetit". In einer WhatsApp-Gruppe tauschen sich eine Reihe von Sommercamp-Teilnehmer*innen bereits rege über leckere Mahlzeiten und Süßspeisen aus.

Bei der Bahntour, die vom 12. bis 15. November 2019 stattfand, wäre die Ernährung jedoch eher einseitiger gewesen. Croissants und andere Backwaren hätten dabei dominiert, auch Süßigkeiten wurden den Rekord-Bahnreisenden immer wieder an der Strecke gereicht. "Gesund war das aber nicht", wie Markus Ertl und Aytekin Dembiras berichteten. Gesund war der wenige Schlaf sicher auch nicht, aber die Tour sei so spannend gewesen und es habe so viele tolle Begegnungen gegeben, da war auch tagsüber kaum an etwas Schlaf im Zug denkbar.

Die Aktiven des Vereins UNgehindert hatten eigentlich vom 28. April bis 5. Mai diesen Jahres ein Bahntour durch Europa geplant, das musste aber coronabedingt abgesagt werden und ruft danach später nachgeholt zu werden.
Ottmar Miles-Paul
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In 76 Stunden mit Regionalzügen der Bahn durch Deutschland
Reisegruppe Niemand mit Tourkarte am Leipziger Hauptbahnhof vor historischer Lok
Reisegruppe Niemand mit Tourkarte am Leipziger Hauptbahnhof vor historischer Lok   Bild: Rolf Allerdissen
In der Sommercamp-Reihe "Behinderten-Politik am Montag-Abend" gibt es heute am 29. Juni von 18:00 bis 19:00 Uhr eine Zoomveranstaltung mit einem Bericht über eine ganz besondere Bahn-Tour, die anlässlich des 25jährigen Bestehens des Benachteiligungsverbots im Grundgesetz vom 12. bis 15. November 2019 durchgeführt wurde. Der Titel für die heutige Veranstaltung lautet daher: "In 76 Stunden durch alle Landes-Hauptstädte - Markus Ertl, Markus Ertl, Rolf Allerdissen und Aytekin Demirbas berichten"
erzählen.
Ottmar Miles-Paul
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Sommercamp-Aktion der Woche: Guten Appetit
"Guten Appetit", so lautet die Sommercamp-Aktion dieser Woche. Im Programm steht dazu: "Koche, backe, kaufe oder bestelle Dir etwas Leckeres." Und weiter heißt es zur Aktion:
"Lasst uns per Foto, kurzem Video (nicht länger als 1 Minute) oder Sprachnachricht gemeinsam an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten essen."

Dafür haben die Koordinator*innen Kerstin Wöbbeking und Ines Spilker eine Whats-App Gruppe zum Austausch eingerichtet, die am Montagabend startet. Von Dienstag, den 30.06. bis Freitag 03.07. können dann Beiträge an die Gruppe geschickt werden. Infos kann man aber auch per Mail schicken. Zum Abschluss der Aktion erstellen Ines Spilker  und Kerstin Wöbbeking dann eine Collage mit Bildbeschreibungen.

Vorgelegt hat Andreas Wöbbeking schon mal mit einem Quark-Kuchen, dessen Rezept von Stefan Göthling den Sommercamp-Teilnehmer*innen empfohlen wurde. Wie man sieht, ist der äusserst gut gelungen.
Quark-Kuchen aus Lübbecke
Quark-Kuchen aus Lübbecke   Bild: Kerstin Wöbbeking
Ottmar Miles-Paul
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Was macht ein Sozialraum-Lotse?
August Buskies aus Lemgo berichtete am Freitag, den 26. Juni im Rahmen der Veranstaltung Inklusion vor Ort über ein Projekt bei dem er in Lemgo mitmacht. Er ist dort als Sozialraum-Lotse aktiv. Im folgenden beschreibt August Buskies, worum es dabei geht:

WAS MACHT EIN SOZIALRAUM LOTSE?

REBECCA PIC HATTE DIE IDEE EIN PROJEKT FÜR SOZIALRAUM LOTSEN INS LEBEN ZU RUFEN.

DIE HAT EINEN ANTRAG BEI AKTION MENSCH GESTELLT.

DER WURDE GENEHMIGT.

DANN HAT SIE LEUTE AUS VERSCHIEDENEN STIFTUNGEN GEFRAGT OB DIE LUST HABEN MITZUMACHEN.

WIR SIND AUF LEUTE AUS VERSCHIEDENEN STIFTUNGEN ZUGEGANGEN.

EIN SOZIAL - RAUM -LOTSE IST EINE PERSON  DIE SICH UM ANDERE PERSONEN KÜMMERT.

ICH ZUM BEISPIEL KÜMMERE MICH UM EINE PERSON IM KREIS ALTENPFLEGEHEIM LEMGO.

ICH FAHRE ALLE 2 WOCHEN  INS KREIS ALTENPFLEGEHEIM.

UND HABE MICH UM HERRN B GEKÜMMERT.

WIR SIND KAFFEE TRINKEN GEGANGEN.

HABEN AUF DEM FRIEDHOF DAS GRAB SEINER FRAU BESUCHT.

DAS HAT IHM UND MIR JA VIEL SPASS GEMACH.

LEIDER IST HERR B GESTORBEN, SO DASS ICH EINEN NEUEN KLIENTEN SUCHEN MUSS.

WIR MACHEN AUCH SCHULUNGEN ÜBER KRANKHEITEN VON ÄLTEREN MENSCHEN.

ZUM BEISPIEL ALZHEIMER ODER DEMENZ, DAMIT WIR WISSEN, WIE WIR MIT DEN LEUTEN UMZUGEHEN HABEN.

ICH HOFFE, DASS DAS PROJEKT AUCH NACH DIESEN 3 JAHREN NOCH WEITER GEHEN KANN
DAS WÜRDE MICH SEHR FREUEN.      
DIES IST EIN ARTIKEL VON
AUGUST BUSKIES

Link zu weiteren Infos zum Projekt
Ottmar Miles-Paul
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Erdbeer-Frischkäse-Torte oder Erdbeer-Frischkäse-Nachtisch
Was im Jugendgästehaus sonst bei den Sommercamps nicht möglich war, wird bei diesem kreativen und Online-Sommercamp ausgiebig gepflegt: Es geht ums Essen und darum, dieses selbst zuzubereiten und Rezepte auszutauschen. Passend zum Motto der Wochen-Aktion für nächste Woche unter dem Motto "Guten Appetit" empfiehlt Sommercamp-Teilhnehmerin Marianne Münz für dieses Wochenende das Backen einer Erdbeer-Frischkäse-Torte bzw.l die Zubereitung eines Erdbeer-Frischkäse-Nachtisches. Sie liefert dafür auch gleich das entsprechende Rezept mit.

Bild vom Erdbeer-Frischkäse Nachtisch von Anette Bourdon
Bild vom Erdbeer-Frischkäse Nachtisch von Anette Bourdon   Bild: Anette Bourdon
Ottmar Miles-Paul
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Gesund und fit am Sommercamp-Wochenende
Auch am Wochenende zeigen sich eine Reihe von Sommercamp-Teilnehmer*innen von ihrer aktiven Seite. Unter dem Motto gesund und fit im Sommercamp trafen sich am Samstag in der Halle des Kasseler Behindertensportheims einige Sommecamp-Teilnehmer*innen aus Kassel live und in Farbe um an einer von Ronny Blume angeleiteten Übung zur progressiven Muskelentspannung mitzuwirken. Neben der gut 20minütigen An- und Entspannungsübung waren sich die Teilnehmer*innen darin einig, wie schön es war, sich auch mal wieder als Gruppe zu treffen und miteinander zu plaudern.

Da Ronny Blume die Übung als Video aufgezeichnet hat, was die Teilnehmer*innen coronabedingt hinnahmen, kann diese Übung mit der Anleitung von Ronny Blume nun auch zu Hause mitgemacht werden.

Auch Jennifer Sonntag zeigte sich aktiv und schickte dem Sommercamp-Büro ein Bild von ihrem sportlichen Wirken mit dem Fitnessreifen. Davon hatte sie während einer ihrer Veranstaltungen beim Sommercamp unter dem Motto "Mit anderen Augen" erzählt.
Jennifer Sonntag mit Fitnessreifen und einem Addams Family T-Shirt
Jennifer Sonntag mit Fitnessreifen und einem Addams Family T-Shirt   Bild: privat
Ottmar Miles-Paul
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Inklusion vor Ort: Ideen zum inklusiven Sozialraum
Gestern Wien, heute die Verbandsgemeinde Nieder-Olm in Rheinland-Pfalz. Die Sommercamp-Teilnehmer*innen lernen bei den Online-Veranstaltungen kennen, wo und wie die einzelnen Teilnehmer*innen vor Ort leben. Gracia Schade lädt heute nämlich von 17:00 bis 18:00 Uhr dazu ein, mehr über die Inklusionsaktivitäten der Verbandsgemeinde Nieder-Olm kennenzulernen und sich Gedanken darüber zu machen, wie wir unseren Sozial-Raum vor Ort, wo wir leben, inklusiver gestalten können. Das Projekt Kommune Inklusiv, das Gracia Schade leitet und das von der Aktion Mensch gefördert wird, hat hierbei eine besondere Vorreiter- und Vorbildfunktion.

Mit dabei bei der Zoomveranstaltung ist heute auch August Buskies aus Lemgo, der sich als Inklusionslotse engagiert und Möglichkeiten eines solchen Wirkens aufzeigt.
Ottmar Miles-Paul
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Wien ist eine Reise wert
Wer es noch nicht gewusst hat, weiß es spätestens seit dem virtuellen Ausflug im Rahmen des Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen gestern Abend nach Wien: Wien ist eine Reise wert! Roswitha Schachinger und Martin Ladstättet hatten sich richtig gut auf den Streifzug durch ihr Wien vorbereitet, den sie mit Bildern und Worten den Sommercamp-Teilnehmer*innen boten.

Angefangen von der Erklärung einiger österreichischer Begriffe, über die schönen Bilder von Lieblingsorten in Wien, bis hin zum persönlichen touch, den die beiden einbrachten, war der einstündige virtuelle Ausflug per Zoomkonferenz fast wie eine echte Reise. Nur die immer wieder gezeigten Leckereien konnte man nicht am Computer testen. Deshalb ist für viele Sommercamp-Teilnehmer*innen klar: Wien ist eine Reise wert und eine solche Reise muss unbedingt in Angriff genommen werden, wenn es die Rahmenbedingungen wieder besser erlauben.
Ottmar Miles-Paul
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Gutes Ende bei Bob und James
Bei der dritten und letzten Lesung von Barbara Tolliner aus dem Buch "Bob der Streuner" vom Küchentisch aus könnte man fast sagen "Ende gut - alles gut", denn zum Schluss des Buches hat sich die Geschichte in vielerlei Hinsicht zum Guten gewendet. Deutlich wurde bei der Lesung und auch in der anschließenden Diskussion, welch große Bedeutung Tiere für Menschen haben und haben können. So wie der Kater Bob dem Straßenmusiker und Ex-Junkie James einen Halt und Sinn für's Leben gegegen hat, spielen Tiere gerade auch im Leben vieler behinderter Menschen eine wichtige Rolle.

Getrübt war die Diskussion am Ende dadurch etwas, dass vor kurzem die Nachricht durch die Medien ging, dass der Kater Bob gestorben ist und es James nicht so gut gehen soll. Aber auch hier gehört der Tod und Verlust leider zum Leben. Ein großer Dank gilt Barbara Tolliner aus Loeben in der Nähe von Graz für diese gefühlvollen Stunden des Vorlesens aus dem Buch. Und natürlich ihrem Kater Sam, der sich auch hin und wieder ins Bild schlich. Das war fast wie bei den Lesungen beim Sommercamp im Kaminzimmer in Duderstadt, dieses Mal halt leider nur per Zoomkonferenz.
Ottmar Miles-Paul
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Österreichischer Tag beim Sommercamp
Die Geschichte des Sommercamps für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen ist von Anfang an von einer guten Zusammenarbeit von Aktiven aus Deutschland und Österreich geprägt. Die Österreicher*innen kamen zum Sommercamp nach Duderstadt und die Deutschen fuhren gerne nach Graz zum Sommercamp. Heute ist beim Sommercamp sozusagen ein Österreich-Tag. Denn zuerst führen Roswitha Schachinger und Martin Ladstätter die Sommercampteilnehmer*innen virtuell durch ihr Wien. Anschließend liest Barbara Tolliner den letzten Teil aus dem Buch Bob der Streuner in Leichter Sprache.

Es gibt also nicht nur Eindrücke von der Wiener Luft, sondern auch Spannung, wie das mit Bob dem Streuner und James im Buch weiter geht.
Ottmar Miles-Paul
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Umgang mit Krisen mit anderen Augen
Spannend und gefühlvoll dürfte es auch heute beimn Sommercamp weitergehen. Ab 19:15 Uhr liest Barbara Tolliner den zweiten Teil aus Bob der Streuner. Zuvor ist die Journalistin und Inklusionsbotschafterin Jennifer Sonntag von 17:00 bis 18:00 Uhr wieder mit einem Gespräch unter dem Motto "Mit anderen Augen" mit dem Thema "Umgang mit Krisen" dabei. Vor zwei Wochen hatte sich bereits mit ihr ein spannendes Gespräch über die Situation behinderter Menschen während der Corona-Pandemie entwickelt. Die Basis für die Diskussion bietet ein Filmbeitrag von Jennifer Sonntag, der am 14. Juni im MDR-Magazin Selbstbestimmt ausgestrahlt wurde.

Link zum Filmbeitrag von Jennifer Sonntag zum Umgang mit Krisen

Link zur letzten gesamten Sendung des Fernsehmagazin Selbstbestimmt

Link zum Risikogruppen-Song, an dem Jennifer Sonntag mit ihrem Führhund Paul mitgewirkt hat
Ottmar Miles-Paul
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Bericht über Lesung am Küchentisch mit Sommercamp-Atmosphäre
Die Einstellung eines Bildes mit einem brennenden Lagerfeuer im Hintergrund war gestern Abend zwar noch nicht möglich, aber auch das werden wir irgendwann beim Sommercamp schaffen. Denise Schäfer arbeitet auf jeden Fall schon dran. Aber bei der gestrigen Lesung von Barbara Tolliner kam auch so richtiges Sommercamp-Feeling auf. Während sie sonst am Kamin vorgelesen hat, machte sie dies nun vom Küchentisch aus. Die kobinet-nachrichten haben darüber und andere gestriege und für heute geplante Aktivitäten beim Sommercamp heute berichtet.

Ottmar Miles-Paul
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Erklärung der Landesbehindertenbeauftragten zum geplanten Intensivpflege
Die Diskussion um die geplanten und äusserst umstrittenen Änderungen zum Intensivpflegesetz hat auch Diskussionen beim Sommercamp ausgelöst. Die Landesbehindertenbeauftragten haben sich nun in einer gemeinsamen Erklärung an die Bundestagsabgeordneten gewandt, den Gesetzentwurf so nicht zu verabschieden.

Ottmar Miles-Paul
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Küchentisch-Lesung aus Bob der Streuner in einfacher Sprache
Beim Sommercamp in Duderstadt hat Barbara Tolliner immer die Kamingeschichten am Abend vorgelesen und erfreute sich dabei eines regen Interesses. Nun im Online-Sommercamp liest Barbara Tolliner zwar nicht am Kamin, aber vom Küchentisch per Zoomkonferenz vor. Auf dem Programm steht heute am Dienstag, den 23. Juni, und am Mittwoch und Donnerstag jeweils von 19:15 bis 20:00 Uhr eine Lesung aus dem Buch "Bob der Streuner" in einfacher Sprache.
Ottmar Miles-Paul
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Was soll aus meiner Sicht einmal erforscht werden?
Diese Frage stellt Barbara Vieweg vom Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) heute den Sommercamp-Teilnehmer*innen in einer Zoomkonferenz von 12:00 bis 13:00 Uhr. Dabei wird sie auf die Entwicklungen im Bereich der Teilhabeforschung und die Partizipation behinderter Menschen dabei eingehen, ein paar gute Beispiele nennen und zusammen mit den Teilnehmer*innen über weitere Fragen an die Wissenschaft diskutieren, die von behinderten Menschen gewünscht und formuliert werden.
Ottmar Miles-Paul
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WhatsApp-Gruppe zur Barrierefreiheit gestartet
Nachdem sich ab gestern die Sommercamp-Teilnehmer*innen für die WhatsApp-Gruppe zu guten Beispielen zur Barrierefreiheit anmelden konnten, ist diese heute Morgen schon mit ersten guten Beispielen als Bild und Bericht gestartet. Ein barrierefrei zugängliches Ärztehaus in Kassel und der barrierefreie Umbau von Bushaltestellen in Baunatal waren erste Beispiele. Noch bis zum Wochenende kann man per Mail oder WhatsApp gute Beispiele zur Barrierefreiheit liefern.

Die Inklusionstour der rheinland-pfälzischen Landesbehindertenbeauftragten durch Mainz war ein guter Auftakt und Anreiz für die Aktion. Matthias Rösch führte die Sommercamp-Teilnehmer*innen virtuell mit seinem Handbike und Handy zu spannenden Orten in Mainz und hatte ein paar Bilder dazu für die Zoomkonferenz vorbereitet. Auch so kann eine barrierefreie und inklusive Stadterkundung in Corona-Zeiten erfolgen.
Ottmar Miles-Paul
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Wortspiel zum Sommercamp
Auch das Wortspiel zum Sommercamp für den Monat Juni nimmt langsam Fahrt auf. Die Aufgabe ist die Buchstaben des Wortes Sommercamp auszubuchstabieren:

Für Susanne Göbel als Koordinatorin buchstabiert sich das wie folgt:

S austark und

O h wie schön ...

M ehr und ...

M ehr

E uch alle

R egelmäßig am

C omputer

A uch

M al am Telefon

P ersönlich ...


Nicola buchstabiert Sommercamp wie folgt:

S = Susanne
O = Ottmar
M = Möglichkeiten
M = Mut
E = Energie
R = Ressourcen
C = Cool
A = Atmosphäre
M = Mensch
P = Pokerabende


Die kulinarische Variente von Kerstin Wöbbeking lautet:

Schokolade

Orangenkekse

Melonen

Müsliriegel

Erdbeeren

Radler-Bier

Cocktails

Alles vom Grill

Mettklopse

Pringels


Ottmar Miles-Paul
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Listenplatz 5 für die Kommunalwahl
Bild von Kerstin Wöbbeking
Bild von Kerstin Wöbbeking   Bild: privat
Wie praktisch das Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen dieses Jahr ausgerichtet ist, das bewies Kerstin Wöbbeking am Montagabend. Sie wirkt nicht nur als Empowerment-Trainerin und ermutigt behinderte Menschen, sich einzumischen und für Inklusion und Barrierefreiheit zu streiten, sie kandidiert nun auch selbst für den Stadtrat in Lübbecke.

Dabei hat Kerstin Wöbbeking nun eine erste wichtige Hürde genommen. Bei der Wahl der Kandidat*innen für die Listenaufstellung zur Kommunalwahl wurde sie von den Grünen in Lübbecke einstimmig auf den von ihr anvisierten Platz 5 gewählt. Damit tritt sie nun offiziell zur Kommunalwahl im September für den Stadtrat der gut 25.000 Einwohner*innen zählenden Stadt in Nordrhein-Westfalen an. Auch wenn die Grünen in bundesweiten Umfragen derzeit noch gut im Kurs stehen, wird es einiger Anstrengungen bedürfen, dass diese auch mit 5 Personen in den Stadtrat gewählt werden. Wahlkampf ist nun also für Kerstin Wöbbeking angesagt, um nicht nur im Behindertenbeirat beratend, sondern im Stadtrat stimmberechtigt wirken zu können. Beim Sommercamp werden wir davon sicherlich auch hören und erleben können, wie so etwas vonstatten gehen kann.

Ottmar Miles-Paul
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Virtuelle Inklusionstour durch Mainz mit Matthias Rösch
Matthias Rösch mit seinem Handbike
Matthias Rösch mit seinem Handbike   Bild: privat
Passend zur Aktion der Woche zu guten Beispielen zur Barrierefreiheit führt der rheinland-pfälzische Landesbehindertenbeauftragte Matthias Rösch heute am 22. Juni eine virtuelle Inklusionstour mit seinem Handbike durch sein geliebtes Mainz durch. Während er mit Rollstuhl und Handbike durch Mainz fährt, beschreibt er spannende Orte, die auch ganz viel mit Barrierefreiheit und Inklusion zu tun hat. Ergänzt wird dies durch ein paar Bilder. Wenn derzeit schon Besichtigungen vor Ort coronabedingt schwer zu organisieren sind, dann nutzen die Sommercamp-Akteur*innen wenigstens solche kreativen Wege. Auf jeden Fall werden die Teilnehmer*innen an diesem Abend viel über Mainz und den langjährigen Kampf behinderter Menschen für Barrierefreiheit und Inklusion in der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz erfahren.
Ottmar Miles-Paul
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Sommeranfang in Lübbecke mit Rad und Grill


12 Fahrräder stehen in der Reihe aufgestellt vor einem Haus
12 Fahrräder stehen in der Reihe aufgestellt vor einem Haus   Bild: Kerstin Wöbbeking
In Lübbecke wurde der offizielle Sommer beim Sommersilvester eingeläutet, berichtet Kerstin Wöbbeking zur Sommercamp-Aktion "Auf der Suche nach dem Sommeranfang". "Wir feiern dieses Fest seit vielen Jahren und dank der Lockerungen der Kontaktbeschränkungen durften wir im kleinen Freundeskreis ja auch wieder beisammen sein. Den sonnigen ersten Sommertag haben wir, Kerstin und Andreas, auf dem Rad verbracht. Wir machen zur Zeit gerade bei der bundesweiten Aktion "Stadtradeln“ mit. Hier geht es darum, in einem Zeitraum von 3 Wochen möglichst viele Kilometer mit dem Rad zurück zu legen. In unserer Kommune, dem Kreis Minden-Lübbecke machen 184 Teams mit. Das Team, in dem wir mitradeln, befindet sich zur Zeit auf Platz 4 im Ranking. Das spornt an und wir hoffen, dass wir es bis zum Ende der Aktion am kommenden Freitag noch aufs Treppchen schaffen", schreibt Kerstin Wöbbeking.


Die Radtour führte zu einer „Kunstausstellung im Garten“. Hier gab es viele schöne Fotomotive, die sehr gut zu den Whats App Aktionen „Blume“ und „Lieblingsort“ der letzten beiden Sommercampwochen gepasst haben.

 


Eine blühende Rose im Topf vor einer roten Holztür
Eine blühende Rose im Topf vor einer roten Holztür   Bild: Kerstin Wöbbeking
"Der erste Sommertag endete für uns damit, dass Andreas seinen Grill anheizte um die ganze Familie für über 30 geradelten Kilometer zu belohnen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass der Käsekuchen aus der Aktion Backe-backe-Kuchen, deshalb erst am nächsten Sonntag von dem neuen Kuchenbäcker gebacken werden kann. Diese Woche wird weiter in die Pedale getreten. Zum einen um Kilometer für das Treppchen zu radeln, zum anderen um gute Beispiele für Barrierefreiheit in unserer Region zu suchen. (Hoffentlich werden wir fündig 😉). Die Whats-App Aktion der Woche steht in der nächsten Sommercamp-Woche unter dem Motto: 'gute Beispiele für Barrierefreiheit'", berichtet Kerstin Wöbbeking.

Ottmar Miles-Paul
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Zwischenbilanz zum Sommercamp
Die kobinet-nachrichten haben heute am 22. Juni zum Start in die dritte volle Sommercamp-Woche einen Bericht über die Zwischenbilanz veröffentlicht.

Ottmar Miles-Paul
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Start-Schuss für die Aktion der Woche: Gute Beispiele für Barriere-Freiheit
Mit der bereits dritten Aktion der Woche beim diesjährigen Sommercamp wenden sich Ines Spilker und Kerstin Wöbbeking dem Thema Barrierefreiheit zu. "Gute Beispiele für Barriere-Freiheit" lautet die Aktion, die heute beginnt.

Heute können sich die Sommercamp-Teilnehmer*innen in eine WhatsApp-Gruppe zur Aktion der Woche eintragen und ab Dienstag geht es dann los, dass kurze Videos, Bilder, kurze Berichte etc. zu guten Beispielen zur Barrierefreiheit in die Gruppe geschickt oder per Mail zugesandt werden können. Am Ende erstellen die beiden Empowerment-Trainer*innen eine Zusammenfassung der Eingänge.


Ottmar Miles-Paul
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Traumgeschichten der Schamanen zum Nachhören
Unter dem Motto "Achtsam in die Nacht" hat Rose Liebler-Merz am Sonntagabend eine Veranstaltung beim Sommercamp durchgeführt. Dabei ging es um Traumgeschichten der Schamanen, die gut zum Start in den Sommer und zur Sonnenwende passen.

Ottmar Miles-Paul
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Spaß und Bewegung beim Kaffeeklatsch
Ottmar Miles-Paul
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Achtsam in die Nacht mit Traum-Geschichten der Schamanen
Rose Liebler-Merz hat beim Sommercamp bereits letztes Wochenende unter dem Motto "Achtsam in den Tag" den Sommercamp-Teilnehmer*innen eine ca. 20minütige Übung angeboten, die auch auf Video aufgezeichnet wurde. Mit ihrem heutigen Angebot ab 19:00 Uhr unter dem Motto "Achtsam in die Nach" präsentiert sie Traum-Geschichten der Schamanen zum Ausklag des Tages und der zweiten Sommercamp-Woche. "Mögen wir unsere Vision der Inklusion in die Welt bringen", heißt es in der Ausschreibung für dieses Zoom-Treffen.
Ottmar Miles-Paul
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Suche nach dem Sommeranfang im Park oder in der Natur
Person sitzt auf einer Bank im Park und liest ein Buch
Person sitzt auf einer Bank im Park und liest ein Buch   Bild: Susanne Göbel
Am Samstag, den 20. Juni 2020 um 23:43 Uhr, hat in Mittel-Europa der Sommer offiziell begonnen. Damit hat auch die Jahreszeit das bereits am 5. Juni wegen der Corona-Pandemie früher begonnene Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen eingeholt. Deshalb lädt Ottmar Miles-Paul heute auch zu der Aktion "Auf der Suche nach dem Sommer-Anfang im Park oder in der Natur" ein. Er lädt die Sommercamp- und Nichtsommercamp-Teilnehmer*innen ein, ihm ein Foto, einen Bericht oder eine Sprach-Nachricht über deinen Sommer-Anfang im Freien zu mailen oder per WhatsApp zu schicken.

E-Mail: ottmar.miles-paul@bifos.de oder über WhatsApp an 0179 - 23 51 063

Er selbst hat schon mal geschaut, wie sich der Bär an der Berliner Brücke in Kassel im Lichte des Sommers präsentiert. Zum Glück hat der imposante Bär noch etwas Schatten, denn es war schon zu merken, dass die Temperaturen anziehen und das sommerliche Wetter kommt.


Großer Bär aus Stein am Anfang der Berliner Brücke in Kassel mit blauem Himmel im Hintergrund und dem Kasseler Herkules in Sichtweite
Großer Bär aus Stein am Anfang der Berliner Brücke in Kassel mit blauem Himmel im Hintergrund und dem Kasseler Herkules in Sichtweite   Bild: Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
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Kein guter Spieltag der Fußballbundesliga für Maren Grübnau
Im gestrigen Fußball-Talk vor dem Start des zweitletzten Spieltages der Fußballbundesliga mit Maren Grübnau ging es nicht nur um ihre Tätigkeit als Team-Leiterin der Blinden-Reporter auf Schalke, sondern auch darum, für wen sie an diesem Spieltag besonders die Daumen drückt.

Normalerweise wäre Maren Grübnau gestern auf Schalke gewesen und hätte dort bereits um 12:00 Uhr ihren Dienst mit diversen Vorbesprechungen für das anstehende Fußballspiel geleistet. Als Team-Leiterin für die Blinden-Reporter muss sie schon früh im Stadion sein und so manche Informationen sammeln, die wichtig sind. Irgendwann nach 20:00 Uhr ist sie dann wieder zurück in ihrem Wohnort Dortmund. Seit über neun Jahren engagiert sich Maren Grübnau schon ehrenamtlich auf Schalke und hat immer noch großen Spaß daran. Das, obwohl es in der Rückrunde für Schalke richtig schlecht läuft und ihre Mannschaft für die ihr Herz schon von Kindertagen an schlägt akut vom Abstieg in die 2. Fußball-Bundesliga bedroht ist - nämlich Werder Bremen.

Und so drehte sich der Fußball-Talk entscheidend um das in Mainz anstehende Spiel von Mainz 05 gegen Werder Bremen. Fast alle der Teilnehmer*innen der Zoom-Konferenz tippten dabei auf einen Sieg der Bremer, wobei sich Maren Grübnau mit ihrem Tipp für ein 3:0 der Hanseaten besonders optimistisch zeigte. 2 Teilnehmerinnen tippten auf ein Unentschieden. Lediglich Petra Groß mit einem 1:0 für die Mainzer und Ottmar Miles-Paul mit einem 2:1 für die Mainzer hatten am Ende für den Mainzer Sieg getippt.

Am Ende nach Abpfiff der Spiele musste Maren Grübnau sozusagen eine Doppelklatsche hinnehmen: Werder Bremen ist nun akut abstiegsgefährdet, da sie in Mainz 1:3 verloren haben und Schalke setzte seine Negativserie mit einem 1:4 gegen den VfL Wolfsburg fort. Doch noch hat Werder Bremen eine Chance, wenigstens den 16. Tabellenplatz zu schaffen, wenn Düsseldorf noch patzt und Bremen gewinnt. Wir drücken Werder Bremen und Maren Grübnau fest die Daumen und danken ihr für das spannende Gespräch beim Sommercamp. 
Ottmar Miles-Paul
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Gesund und fit im Sommercamp: Video mit Übungen mit dem Handtuch zum Mit-Machen Zuhause
Unter dem Motto "Gesund und fit im Sommercamp" hat Ronny Blume extra für die Sommercamp-Teilnehmer*innen ein 22minütiges Video mit Übungen mit einem Handtuch zum Mit-Machen für Zuhause erstellt. Bewegung und Sport soll also auch beim Sommercamp nicht zu kurz kommen und können alle, die Spaß dran haben, auch Zuhause machen.

Ottmar Miles-Paul
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Der Ball ist rund - Fußball-Gespräch mit Maren Grübnau
Den zweitletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga nutzen die Sommercamp-Teilnehmer*innen dazu, um sich über den anstehenden Spieltag und die Barrierefreiheit in den Stadien auszutauschen. Von 14:45 bis 15:15 Uhr steht dafür Maren Grübnau zum Gespräch zur Verfügung. Sie ist Team-Leiterin der Blinden-Reporter auf Schalke, schwärmt aber auch für Werder Bremen und zittert vor dem heutigen Spiel der grün-weißen in Mainz vor dem drohenden Abstieg. Gesprächsstoff dürfte es also genug geben, auch wenn die Bayern die Geister-Meisterschaft für sich schon entschieden haben.
Ottmar Miles-Paul
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Der Quarkkuchen wurde gebacken
Quark-Kuchen
Quark-Kuchen   Bild: Stefan Göthling
Nach dem noch recht einfach zu backenden Selters-Kuchen vom letzten Wochenende hat Stefan Göthling von Mensch zuerst für dieses Wochenende mit einem Rezept für einen Quark-Kuchen schon eine schwerere Aufgabe ins Netz gestellt. Am Freitag wurde schon gebacken. Andere packen das erst am Wochenende an.

Um auch Nicht-Sommercamp-Teilnehmer*innen das Mitbacken zu ermöglichen. Hier die Infos zum Kuchenrezept:

Alle Zutaten für den Quark-Kuchen
Rezept von Stefan und seiner Mutti

Zutaten für Mürbe-Boden
 
  75 Gramm      Magarine
  75 Gramm      Zucker
200 Gramm      Mehl
1  Ei
1 Teelöffel Back-Pulver
 

Zutaten für die Quark-Masse
 
500 Gramm       Quark 
150 Gramm       Zucker
1 Päckchen Vanille-Zucker
2 Päckchen Vanille-Pudding
1 Tasse     Öl
1 ganzes   Ei
2 Eigelb (Ei-Weiß zu Beginn zu Ei-Schnee steifschlagen)
2 Tassen Milch

Und du brauchst eine runde Kuchen-Form.
Die Zutaten reichen für eine Kuchen-Form mit 26 cm Durchmesser.

Die Back-Anleitung für den Mürbe-Boden
Den muss man zuerst machen!

Alle Zutaten für den Mürbe-Boden in eine Rühr-Schüssel geben.

Mit einem Rühr-Gerät (Mixer) mit den Knet-Haken gut kneten lassen.
Der Teig soll glatt sein.
Man formt eine Kugel daraus.

Dann eine normale, runde Kuchen-Form (Spring-Form, 26 cm) am Boden und am Rand einfetten.

Die Teig-Kugel auf dem Boden von der Kuchen-Form verteilen oder ausrollen.
Daraus wird der Kuchen-Boden.

Achtung: Du brauchst auch noch Teig für den Rand von der Form.
Aus dem Teig machst du einen ungefähr 3 cm hohen Teig-Rand. 

In den Kühlschrank stellen bis die Quark-Füllung fertig ist.

Jetzt machst du die Quark-Füllung.

Die Back-Anleitung für die Quark-Füllung
Die macht man, wenn der Teig fertig ist.

Erst Ei-Weiß von 2 Eiern mit dem Mixer zu Schnee schlagen.
In den Kühlschrank stellen.
 
Quark und 
Zucker und 
Vanille-Zucker und 
Eier (die 2 Ei-Gelb und das ganze Ei) und
Pudding-Pulver und 
Öl 
in eine Schüssel geben.

Alles zusammen verrühren.

Danach Milch dazu und verrühren. 

Den kühlen Ei-Schnee zum Schluss mit einem Schnee-Besen vorsichtig unterheben. 

Jetzt die flüssige Quark-Füllung vorsichtig auf dem Teig in der Kuchen-Form verteilen.
 
Die Kuchen-Form in die Mitte vom Ofen auf einen Gitter-Rost stellen.
Den Ofen auf 160 Grad bis 180 Grad einstellen.
Den Ofen auf Unter- und Ober-Hitze einstellen. 

Dann ungefähr 1 Stunde und 30 Minuten (1,5 Stunden) im Ofen backen.

Viel Glück!!!
Ottmar Miles-Paul
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Reger Austausch zur Zukunftsplanung und zum Thema Autismus
Volles Programm herrschte am Freitag, den 19. Juni beim Sommercamp. Morgens bekam Isabell Schick einen Preis für digitales Miteinander verliehen und war bei einem Online-Empfang im Gespräch mit dem Bundespräsidenten über Angebote für Menschen mit psychischen Hindernissen. Am Vorabend tauschten sich Sommercamp-Teilnehmer*innen über das Thema, Methoden und Ideen zur Persönlichen Zukunftsplanung aus und zum Abschluss des Tages informierte Birger Höhn über den Autistic Pride Day bei einer Sommercamp-Veranstaltung unter dem Motto "Stolz Autist zu sein".

Begleitet war dies nicht nur durch ein reges Interesse, sondern auch durch spannende Diskussionen. Und die Saubohnen wachsen auch weiter kräftigt. Bei einigen Teilnehmer*innen ist das Gewächs, das zu Beginn des Sommercamps als Samen mit etwas Erde versandt wurde, schon 12 cm groß.
Ottmar Miles-Paul
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Helmut Stumhofer auf Tour zu Lieblingsorten im Stadtteil
Helmut Stumhofer unterwegs in seinem Stadtteil Wehlheiden in Kassel
Helmut Stumhofer unterwegs in seinem Stadtteil Wehlheiden in Kassel   Bild: Susanne Göbel
Die Sommercamp-Aktion der Woche "Mein Lieblings-Ort", die von Kerstin Wöbbeking und Ines Spilker gestartet wurde, nutzt Helmut Stumhofer, um der Sommercamp-Koordinatorin Susanne Göbel die schönsten Orte in seinem Stadtteil Wehlheiden in Kassel zu zeigen. Die beiden waren fast zwei Stunden unterwegs. Bei der Tour des in Wehlheiden geborenen und auf seinen Stadtteil stolzen Kasseländers führte vom Wehlheider Platz, wo freitags immer der Wochenmarkt stattfindet, über den Bereich, wo die Wehlheider Kirmes traditionell im August begangen wird, zum wunderschönen Botanischen Garten und vielen weiteren Orten, die Helmut Stumhofer liebt.

Und natürlich ließen entsprechende Bilder und Videos von der Tour durch den Stadtteil nicht lange in der WhatsApp-Gruppe zu dieser Aktion der Woche auf sich warten.
Ottmar Miles-Paul
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Stolz Autist zu sein – Nachlese zum Autistic Pride Day 2020
So lautet der Titel einer Veranstaltung die heute Abend von 19:00 bis 20:00 Uhr beim Sommercamp mit Birger Höhn aus Dresden stattfindet. Im Untertitel und der Beschreibung der Veranstaltung heißt es: "Gespräch mit Birger Höhn über die Geschichte des Autistic Pride Days. Der Autistic Pride Day wird am 18. Juni begangen. Birger Höhn berichtet auch über selbstbestimmt Leben mit Autismus und den Konflikt-Potentialen zwischen autistischer Selbstvertretung und ABA (angewandter Verhaltenstherapie) sowie über Autismus Deutschland.

Zum gestrigen Autistic Pride Day hat Birger Höhn bereits auch einen Beitrag für die kobinet-nachrichten geschrieben. Hier der Link

Ottmar Miles-Paul
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Zukunft gestalten und planen
Unter dem Motto "Zukunft gestalten und planen" geht es heute beim Sommercamp von 17:00 bis 18:00 Uhr um das Thema Persönliche Zukunftsplanung.

"Persönliche Zukunft-Planung: Was ist denn das? Susanne Göbel erzählt über Persönliche Zukunftsplanung und wir überlegen, was das vielleicht mit euch zu tun hat", heißt es in der Programmankündigung.
Ottmar Miles-Paul
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Raul Krauthausen im Gespräch mit Karl Lauterbach
Raul Krauthausen im Gespräch mit Prof. Karl Lauterbach von der SPD auf Facebook
Raul Krauthausen im Gespräch mit Prof. Karl Lauterbach von der SPD auf Facebook   Bild: Denise Schäfer
Nachdem am 17. Juni mit Dr. Sigrid Arnade und Horst Frehe über deren Erfahrungen bei der Anhörung zum Gesetzentwurf zur Intensivpflge im Gesundheitsausschuss des Bundestages beim Sommercamp diskutiert wurde, hatte Raul Krauthausen am Tag darauf ein Gespräch mit Prof. Karl Lauterbach, dem Gesundheitsexperten der SPD-Bundestagsfraktion. Dabei ging es u.a. auch um das weitere Vorgehen zu dem umstrittenen Gesetz. Einige Sommercamp-Teilnehmer*innen haben das über 30minütige Gespräch auf Facebook verfolgt und Denise Schäfer hat dem Sommercamp-Büro einen Screenshot - also ein Bild von den beiden Diskutanten - zugesandt.

Ottmar Miles-Paul
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Rege Diskussion zum Thema Persönliche Assistenz und Betriebsräte
Bei der gestrigen Diskussion zum Thema Persönliche Assistenz und Betriebsräte schilderte Pandelis Chatzievgeniou die Gemengelage der verschiedenen Interessenslagen sehr anschaulich. Der Assistenznutzer arbeitet in einem Verein, der Persönliche Assistenz anbietet, und ist dort auch im Betriebsrat tätig. So unterschiedlich und berechtigt die einzelnen Interessen zum Teil auch sein mögen, so sei es wichtig, dass dabei nicht die Selbstbestimmung behinderter Menschen auf der Strecke bleibe, so das Resümée. Wahrscheinlich beschäftigen wir uns im Sommercamp Anfang August noch einmal mit diesem Thema.
Ottmar Miles-Paul
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Markttag beim Sommercamp
Bild vom Wehlheider Wochenmarkt in Kassel
Bild vom Wehlheider Wochenmarkt in Kassel   Bild: Susanne Göbel
In der für die derzeitige Aktion der Woche beim Sommercamp zu Lieblings-Orten gestartete WhatsApp-Gruppe findet schon seit Montag ein reger Austausch statt. Waren es anfangs Bilder von Lieblingsorten im Urlaub, die die Diskussion beherrschten, ist der Austausch mittlerweile vor Ort bei den Menschen, wo sie wohnen, angekommen. Dabei zeigte sich, dass viele gerne auf Märkte gehen. Dafür steht das eingestellte Bild vom Wehlheider Wochenmarkt in Kassel, der jeden Freitag stattfindet.
Ottmar Miles-Paul
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Isabell Schick vom Projekt Rettungs-Ring heute Online beim Bundespräsidenten
Ottmar Miles-Paul
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Persönliche Assistenz und Betriebsräte heute u.a. Thema
Um das Spannungsfeld von Persönlicher Assistenz und den Interessen von Betriebsräten geht es heute Nachmittag beim Sommercamp in einer Diskussion mit dem Sommercamp-Teilnehmer Pandelis Chatzievgeniou vom Verein zur Förderung der Inklusion Behinderter (fib) Marburg.

Morgens können Interessierte bereits am telefonischen Frühstückstreff des Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter teilnehmen. Und Raul Krauthausen hat bei der gestrigen Diskussion zum Intensivpflegegesetz auf seine heutige Facebook-Diskussion mit dem SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach hingewiesen. Weitere Infos zu der Veranstaltung, die ab 17:00 Uhr auf Facebook stattfindet, gibt's unter dem Facebook-LinK:

Ottmar Miles-Paul
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Anhörung zum Intensivpflegegesetz im Bundestag jetzt online
Eigentlich hatten die Sommercamp-Teilnehmer*innen gehofft, dass sie die gestrige Anhörung zum Intensivpflegegesetz im Bundestagsausschuss für Gesundheit live mitverfolgen können. Aber die Aufzeichnung der Anhörung wurde erst heute in die Mediathek eingestellt.

Nach der gestrigen Nachlese mit Dr. Sigrid Arnade und Horst Frehe, die als Sachverständige an der Anhörung zu dem äusserst umstrittenen Gesetzentwurf teilgenommen hatten, in der Sommercamp Zoomkonferenz zur Behindertenpolitik kann die knapp zweistündige Anhörung jetzt angeschaut bzw. angehört werden. Hier der Link zur Anhörungsaufzeichnung:
Ottmar Miles-Paul
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Es sprießt und gedeiht
5 Becher mit Erde aus denen Keime von Saubohnen sprießen
5 Becher mit Erde aus denen Keime von Saubohnen sprießen   Bild: Susanne Göbel
Das Überraschungspäckchen, das die Sommercamp-Koordinatorin Susanne Göbel letzte Woche an die Teilnehmer*innen des Sommercamps versandt hatte, zeigt langsam aber sicher seine Wirkung. Oder besser gesagt, es sprießt und gedeiht über die Erwartungen hinaus. Zumindest bei Susanne Göbel sind nach wenigen Tagen schon erste Ergebnisse zu sehen. Eigentlich sollte es ca. 10 Tage dauern, bis die Saubohnen sprießen.

Dieses schnelle Wachstum ist auch ein gutes Zeichen dafür, wie aktiv das Sommercamp begonnen hat und wie viele inhaltliche Pflänzchen schon gewachsen sind. Man darf also gespannt sein, wie es mit dem Sommercamp und den Saubohnen weitergeht.
Ottmar Miles-Paul
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Bundestagsanhörung wird erst später ins Netz eingestellt
Der Deutsche Bundestag hat der Sommercamp-Planung einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Ursprünglich war gedacht, dass interessierte Teilnehmer*innen die Anhörung zum äusserst umstrittenen Reformgesetz zur Intensivpflege von 14:45 bis 16:15 im Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestages live per Videoübertragung verfolgen können und anschließend mit Dr. Sigrid Arnade und Horst Frehe über die Anhörung gesprochen wird. Nun hat der Ausschuss aber geregelt, dass der Anhörungsmitschnitt heute erst ab 22:00 Uhr ins Internet eingestellt wird. Warum auch immer, kann man sich fragen. Vielleicht hatte der Ausschuss Angst, dass zu viele der Anhörung folgenden wollen und das Netz zusammenbricht.

Wie auch immer, das Sommercamp ist flexibel. So reden wir eben zuerst mit Dr. Sigrid Arnade und Horst Frehe von 18:00 bis 19:00 Uhr über ihre Erfahrungen und Eindrücke von der heutigen Anhörung in der Sommercamp-Zoom-Konferenz, die für diesen Zeitpunkt auch so geplant war. Wer möchte, kann sich dann die gesamte Anhörung später anschauen bzw. anhören. Den Link stellen wir dann zur Verfügung.

Eines ist aber schon vor der Anhörung klar geworden, es gibt sehr viel Kritik an dem Gesetzentwurf, der das selbstbestimmte Leben behinderter Menschen, die Intensivbeatmung nutzen müssen, erheblich einschränken könnte. Hierzu gab es bereits einige Bericht in den kobinet-nachrichten. Es lohnt sich also mal auf www.kobinet-nachrichten.org nachzuschauen.
Ottmar Miles-Paul
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Von Vorurteilen, Medien und Normalität
Über Vorurteile, wie behinderte Menschen in den Medien dargestellt werden und was Normalität bedeutet, darüber sprach Constantin Grosch in seinem heutigen Vortrag im Rahmen eines Seminars von Prof. Dr. Gisela Hermes. Die Professorin an der HAWK - Hochschule Hildesheim - Fakultät Soziale Arbeit hatte auch die Teilnehmer*innen des Sommercamps zu ihrer Vorlesung mit Constantin Grosch eingeladen. Und auch einige waren dieser Einladung gefolgt, einmal bei einer Veranstaltung der Uni - in diesem Fall online per Zoomkonferenz - dabei sein zu können.

In seinem gut 70minütigen Vortrag stellte Constantin Grosch dar, welche Bilder von behinderten Menschen in den Medien immer noch verbreitet werden und dass diese oft abgewertet oder erhöht dargestellt werden. Dass dies mit Normalität nichts zu tun hatte, brachte der Aktivist immer wieder auf den Punkt.

Wer mehr von Constantin Grosch hören will, kann sich u.a. seine Inklusions-Podcasts mit verschiedenen Gästen anhören.

Ottmar Miles-Paul
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Denise Schäfer mit dabei beim "anderen Sommercamp"
Denise Schafer
Denise Schafer   Bild: privat
Denise Schäfer aus Kassel gehört sozusagen schon fast zum Inventar beim Sommercamp. Viele Jahre war sie schon mit dabei, mischte beim Kickerturnier und vielen Aktivitäten mit und brachte stets gute Stimmung mit nach Duderstadt. Dieses Mal ist sie auch wieder dabei beim etwas anderen Sommercamp online und kreativ. Wie viele andere Teilnehmer*innen stellte sie sich auf der internen Programmplattform des Sommercamps vor. "Schön, dass es mit der Technik geklappt hat und du wieder dabei bist", bringt es die Sommercamp-Koordinatorin Susanne Göbel auf den Punkt.
Ottmar Miles-Paul
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Wissenschaft und Lehre trifft das Sommercamp
Unter dem Motto "Wissenschaft und Lehre" haben heute die Sommercamp-Teilnehmer*innen die Möglichkeit, an einer Vorlesung von Prof. Dr. Gisela Hermes an der (HAWK - Hochschule Hildesheim - Fakultät Soziale Arbeit) per Zoomkonferenz dabei zu sein. Zu Gast in der Vorlesung ist heute der Behinderten-Aktivist Constantin Grosch, der über Vorurteile, Medien und Normalität referiert.

Auch das ist ein Vorteil, wenn das Sommercamp einmal nicht im Jugendgästehaus Duderstadt stattfindet, sondern online durchgeführt wird, dass man einmal solche Kooperationen ausprobieren kann. Die Sommercamp-Organisator*innen bedanken sich schon einmal im Vorfeld bei Prof. Dr. Gisela Hermes für die Möglichkeit, einmal in eine Online-Vorlesung reinschnuppern zu dürfen.
Ottmar Miles-Paul
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Urlaubssehnsucht auch bei Sommercamp-Teilnehmer*innen
Bild vom Strand mit Strandkorb am Seebad Binz
Bild vom Strand mit Strandkorb am Seebad Binz   Bild: Peter Marx
Dass die Urlaubssehnsucht auch bei den Sommercamp-Teilnehmer*innen groß ist, zeigt sich anhand der ersten Bilder in der für diese Woche eingerichteten WhatsApp-Gruppe zu Bilder, Videos und Berichten über Lieblings-Orte der Sommercamp-Teilnehmer*innen. Peter Marx aus Sachsen-Anhalt hat beispielsweise ein Bild vom Strand im Seebad Binz an der Ostsee geschickt. Hier fährt er jedes Jahr hin und das ist der Ort, wo er am besten abschalten kann, wie er in die WhatsApp-Gruppe schrieb.

Es gab aber auch schon Bilder vom Wald, vom eigenen Schreibtisch, von einer Rehaklinik und vom Marktplatz in Lübbecke. So rege, wie der Bilder- und Berichte-Reigen in der WhatsApp-Gruppe gestartet ist, könnte es ähnlich wie in der Blumen-WhatsApp-Gruppe viele spannende und schöne Bilder und Berichte geben, welche Lieblings-Orte der Sommercamp-Teilnehmer*innen sind.
Ottmar Miles-Paul